Bundrenditen steigen ein wenig an
kjo Frankfurt – Bei den Renditen der Bundesanleihen ist es am Donnerstag zu leichten Anstiegen gekommen. Grund waren besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der Bund-Future mit September-Fälligkeit fiel im Verlauf bis auf 177,65 % zurück und war im späten europäischen Geschäft bei 178,10 % mit 58 Ticks im Minus. Die zehnjährige Bundrendite stieg bis auf -0,61 % und war abends bei -0,64 % nach -0,67 %.Das Wachstum der Wirtschaft der Eurozone beschleunigte sich leicht im August. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister kletterte überraschend um 0,3 auf 51,8 Zähler, wie das Institut Markit mitteilte. Das Barometer bleib damit über der Wachstumsmarke von 50 Punkten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang auf 51,2 Punkte gerechnet. Markit zufolge deuten die bisherigen Daten auf ein Wirtschaftswachstum von 0,1 % oder 0,2 % im laufenden Sommerquartal hin. Im Frühjahr hatte das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der Eurozone noch bei 0,2 % gelegen, nachdem es zu Jahresbeginn noch zu einem Plus von 0,4 % gereicht hatte.Tendenzielle Unterstützung für den Rentenmarkt kam dagegen von den Protokollen der Europäischen Zentralbank (EZB). Danach besteht nun eine größere Wahrscheinlichkeit, dass die Konjunkturabschwächung länger anhalten könnte als bisher angenommen. Bei der Juli-Zinssitzung der EZB wurden den Protokollen zufolge Überlegungen angestellt, dass Gefahren für das Wachstum inzwischen stärker um sich greifen und dass ihre Fortdauer eine Revision der Wachstumsannahmen erforderlich machen könnte. Marktteilnehmer stellen sich darauf ein, dass die EZB bei der September-Sitzung entsprechend handeln wird.