Handelstag

Commerzbank sehr fest

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag wenig dynamisch gezeigt. Den Handel beendete der deutsche Leitindex mit einem Anstieg von 0,2% bei 15.534 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verzeichnete ein kleines Minus von 0,5% auf 4300 Punkte.

Commerzbank sehr fest

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nach den deutlichen Anstiegen der vergangenen Wochen und Monate wenig dynamisch gezeigt. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax zeitweilig in negatives Terrain getrieben, später erholte er sich allerdings wieder. Den Handel beendete der deutsche Leitindex mit einem Anstieg von 0,2% bei 15534 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verzeichnete ein kleines Plus von 0,4% auf 4297 Punkte.

Den Vogel schossen am Donnerstag Commerzbank ab mit einem Kurssprung von 11,6% auf 11,50 Euro. Die Bank hatte gute Nachrichten für die Aktionäre: Im vergangenen Geschäftsjahr legten die Erlöse um 12% auf 9,5 Mrd. Euro zu, während sich der Gewinn auf 1,4 Mrd. Euro verdreifachte. Der Kurs wurde aber nicht nur von den guten Zahlen angetrieben: Es besteht Hoffnung, dass der Commerzbank der Wiederaufstieg in den Dax gelingt, wenn Linde wegen des Umzugs ins Ausland ihren Platz räumt. Beim Hauptkriterium, der Free-Float-Marktkapitalisierung, liegt die Commerzbank derzeit vor dem Hauptkonkurrenten Rheinmetall.

Auf ein Dreijahreshoch von 124,94 Euro kletterten Airbus nach Vorlage von Zahlen für das Schlussquartal 2022 und das Gesamtjahr. damit ergab sich ein Kursanstieg von 4,9%. Beim Umsatz wurde für das vergangene Jahr ein Anstieg um 13% und bei dem um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern sogar ein Plus von 16% gezeigt. Allerdings fiel der Ausblick für 2023 gemischt aus, so wird mit einem deutlichen Rückgang beim Barmittelzufluss gerechnet.

Von Spekulationen auf einen Ausstieg des Hauptaktionärs Sinochem profitierten die Titel des italienischen Reifenherstellers und Automobilzulieferers Pirelli (+3,4% auf 4,95 Euro). Wie die italienische Ta­geszeitung „Il Messaggero“ meldete, erwägt das chinesische Konglomerat den Verkauf seines Anteils von 37% zu einem Preis von 6,50 Euro je Aktie. Drei Finanzinvestoren, darunter KKR, hätten Interesse gezeigt. Allerdings soll die hohe Verschuldung des italienischen Konzerns ein Problem darstellen.

An der Wall Street zeigten sich im frühen Handel die US-Rüstungskonzerne Raytheon und Lockheed Martin mit Abschlägen von 0,6% bzw. 1,2% schwächer als der Gesamtmarkt. China hat die beiden Konzerne auf eine Sanktionsliste gesetzt, was praktisch alle Geschäfte dort unmöglich macht.

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