GELDMARKT UND DEVISEN

Euro notiert nochmals etwas fester

Yen wertet leicht ab - Euribor steigt erneut

Euro notiert nochmals etwas fester

gbe Frankfurt – Die Gemeinschaftswährung hat sich am Montag trotz starker US-Konjunkturdaten behauptet. Der ISM-Einkaufsmanagerindex vom Juni lag mit 50,9 Punkten über den Prognosen. Von Bloomberg befragte Ökonomen waren von 50,5 Zählern ausgegangen, nach 49 Punkten im Mai – das war der niedrigste Wert seit Juni 2009. Sowohl Einfuhren als auch Ausfuhren in den USA befänden sich auf gesundem Niveau, sagte der ISM-Vorsitzende Bradley Holcomb im Gespräch mit Journalisten nach Vorlage der Zahlen.Im Tagesverlauf gab es jedoch Preisschwankungen. Vormittags hatte der Euro noch von einem starken Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Eurozone profitiert. Die Kursgewinne bröckelten dann zeitweise ab, abends wurde die Gemeinschaftswährung aber wieder mit 1,3057 Dollar gehandelt. Der Yen wertete ab, am Abend kostete der Dollar 99,65 Yen – obwohl der von der japanischen Notenbank am Montag veröffentlichte Tankan-Bericht, der die Stimmung der japanischen Industrie ermittelt, erstmals seit September 2011 eine zuversichtliche Einschätzung der Befragten anzeigt. Am Markt wurde die Yen-Schwäche daher als Dollar-Stärke interpretiert.Am Geldmarkt zog der Drei-Monats-Euribor wieder an, nachdem er in der vergangenen Woche nachgegeben hatte. Der Interbankensatz wurde mit 0,222 % nach 0,218 % am Freitag berechnet. Der Eonia wurde bei 0,085 % gefixt.Die Spitzenrefinanzierungsfazilität der Europäischen Zentralbank wurde mit 29 Mill. Euro in Anspruch genommen, in der Einlagefazilität parkten 92,2 Mrd. Euro. Das aktuelle Zentralbankguthaben lag bei 276,2 Mrd. Euro.