Exportdaten treiben Autowerte an
ku Frankfurt – Positive Konjunkturdaten und die Erwartung von neuen Stützungsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) vermochten am Aktienmarkt am Montag für eine leicht aufgehellte Stimmung zu sorgen. Der Dax verbesserte sich leicht um 0,3 % auf 12 226,1 Punkte. Der Euro Stoxx 50 schloss mit 3 495 Zählern kaum verändert.Positiv wurde aufgenommen, dass die deutschen Exporte im Juli im Monatsvergleich überraschend um 0,7 % gestiegen sind. Ökonomen hatten gemäß der Konsensschätzung im Schnitt mit einem Rückgang um 0,5 % gerechnet. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat ergibt sich sogar ein Anstieg um 3,8 %.Außerdem hat die Hoffnung der Marktteilnehmer auf ein geordnetes Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wieder zugenommen. Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich zuversichtlich, dass es bis zum EU-Gipfel Mitte Oktober eine Einigung über die künftigen Beziehungen der EU und Großbritanniens geben werde. Außerdem sagte er, es würden keine Grenzkontrollen zwischen dem britische Nordirland und der Republik Irland eingeführt.Von den Exportdaten profitierten vor allem die Automobilwerte und die Zulieferer. So verteuerten sich Continental um 3,6 % auf 121,64 Euro. Volkswagen-Vorzüge legten um 2,5 % auf 154,08 Euro zu, Daimler um 2,3 % auf 46,45 Euro und BMW um 1,4 % auf 63,22 Euro. Der Münchner Konzern berichtete, im August habe man 4,1 % mehr Fahrzeuge der Hauptmarke abgesetzt. Im MDax kamen Hella auf einen Kursanstieg von 2,9 % auf 41,46 Euro. Munich Re verzeichneten ein Plus von 1,6 % auf 226,80 Euro. Auf dem Branchentreffen der Rückversicherer in Monte Carlo sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek, er rechne mit steigenden Prämien.In Paris sackten Air France-KLM um 9,8 % auf 8,92 Euro ab. Nach Angaben der französischen Wirtschaft Zeitung “Les Echos” hat Air France ein Angebot zur Rettung der gescheiterten Fluggesellschaft Aigle Azur vorgelegt. Die französische Regierung dringe darauf, dass Air France eine Rettungsaktion durchführt. Der französische Staat ist der größte Aktionär von Air France-KLM.Singulus gaben um 5,2 % auf 5,15 Euro nach. Unter Verweis auf Verzögerungen bei einem wichtigen Auftrag aus China hat das Unternehmen seine Jahresprognose zurückgezogen. Der Staatskonzern CNBM werde die Verträge wohl erst im vierten Quartal unterzeichnet.LPKF verteuerten sich um 10,1 % auf 10,35 Euro. Das Management erwartet für das laufende Jahr einen etwas größeren Gesamtumsatz und eine höhere Ebit-Marge als bisher.