FMC-Absturz zieht MDax ins Minus
Aktien
FMC drückt MDax ins Minus
Leitindex tritt auf der Stelle – Kaufempfehlung beflügelt Siltronic
tom Frankfurt
Nach der kleinen Rally vom Vortag ist der deutsche Leitindex am Mittwoch nicht recht vom Fleck gekommen. Der Dax schloss 0,2% fester bei 15.460 Zählern. Belastet vom Kursrutsch beim Index-Schwergewicht FMC ging es für den MDax dagegen um 1,3% auf 25.462 Punkte nach unten. Der Euro Stoxx 50 notierte 0,1% leichter bei 4.201 Zählern.
Dank guter Vorgaben aus Asien konnte der Dax seine Gewinne vom Dienstag halten. Zudem bestätigten endgültige Daten zu den deutschen Verbraucherpreisen im September, dass die hiesige Inflation auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs gesunken ist. Die Eskalation im Nahost-Konflikt und Zinssorgen lasteten aber weiter auf den Märkten. Nach dem Handelsschluss an den europäischen Börsen veröffentlichte die US-Notenbank das Protokoll zur September-Sitzung der Fed.
Diabetesmittel erfolgreich
Unter den Einzelwerten erlebten die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care einen rabenschwarzen Tag. Ein Forschungserfolg beim Diabetesmittel Ozempic von Novo Nordisk belastete den Dialysekonzern. Der dänische Pharmakonzern könne eine Studie nun vorzeitig beenden – wegen erwiesener Wirksamkeit. Das mittel- bis langfristige Wachstum der Zahl von Dialysepatienten dürfte damit ordentlich gebremst werden. Die FMC-Aktie stürzte auf ein Jahrestief und verlor zuletzt noch 17,5% auf 32,74 Euro. Auch die Titel von Dax-Schlusslicht und FMC-Mutter Fresenius wurden abgestraft und stabilisierten sich erst am Tief von Ende Juni. Zum Handelsschluss notierte das Papier 7,8% leichter bei 25,51 Euro. Die Novo-Aktien rückten um 4,9% auf 682 dänische Kronen vor.
Unter den Gewinnern im Dax waren dagegen erneut Rheinmetall. Während in den vergangenen Tagen der angeheizte Nahost-Konflikt Kaufargumente lieferte, setzten die Aktien des Rüstungskonzerns ihre Erholung nun mit einer positiven Empfehlung der britischen Bank Barclays fort. Sie traut den Düsseldorfern dynamischeres Gewinnwachstum zu als anderen Rüstungswerten. Die Papiere verteuerten sich um 2,7% auf 261,50 Euro. Noch deutlicher aufwärts ging es nach einer Kaufempfehlung der Citigroup für die Aktie des Waferherstellers Siltronic, die an der SDax-Spitze um 6,2% auf 85 Euro anzog.
An der Pariser Börse ging es für LVMH nach enttäuschenden Umsatzzahlen um 6,5% auf 686,10 Euro nach unten. Wegen der hohen Inflation und konjunktureller Unsicherheiten hat der französische Luxusgüterkonzern im dritten Quartal an Dynamik verloren. Auch die Aktien von Hermès, Richemont und Christian Dior schwächelten.