AKTIEN

Geplanter Zollabbau treibt Aktienmärkte

Stoxx Europe 50 klettert auf Vierjahreshoch - Lufthansa und Siemens nach Zahlen sehr fest

Geplanter Zollabbau treibt Aktienmärkte

ck Frankfurt – Sich weiter verstärkende Signale einer Einigung im Handelskonflikt zwischen China und den USA haben am Donnerstag die europäischen Aktienmärkte getrieben. Der Stoxx Europe 50 kletterte bis auf ein Vierjahreshoch von 3 345 und schloss mit einem Plus von 0,1 % bei 3 340 Zählern. Der Dax erreichte bei 13 300 den höchsten Stand seit dem Mai 2018 und lag zuletzt mit einem Gewinn von 0,8 % bei 13 289 Punkten.Die chinesische Regierung gab bekannt, dass sie sich mit den USA auf einen schrittweisen Abbau der im Rahmen des Handelsdisputs verhängten zusätzlichen Zölle geeinigt habe. Die Nachricht verlieh vor allem der Automobilbranche Auftrieb. Der entsprechende Stoxx-Index stieg als stärkstes Sektorbarometer des Tages um 1,7 % auf 545 Zähler, was dem höchsten Stand seit dem April entsprach.Positive Akzente setzte auch die Ergebnisberichterstattung der Unternehmen. Lufthansa waren mit einem Gewinn von 6,8 % der Spitzenreiter im Dax. Das Unternehmen übertraf mit seinem Ergebnis die Erwartungen und kündigte weitere Kostensenkungen bei Austrian Airlines in Höhe von 90 Mill. Euro p. a. an. Siemens legten nach den Jahreszahlen des Konzerns als zweitstärkster Titel des Dax um 4,9 % zu. Trotz der sich abschwächenden Konjunktur hat das Unternehmen durch eine starke Entwicklung im letzten Geschäftsquartal seine Jahresziele erreicht. Für das abgelaufene Jahr wurde eine von 1,20 auf 1,30 Euro erhöhte Dividende avisiert. Telekom verstimmt den MarktNicht so gut kam die Deutsche Telekom an. Zwar hob der Telekommunikationskonzern nach einem guten Verlauf des dritten Quartals seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an. Allerdings verstimmte er die Marktteilnehmer mit einer Senkung der Dividende von 0,70 auf 0,60 Euro. Die Aktie gab als drittschwächster Dax-Wert um 2 % nach. Schlusslicht waren Heidelberg Cement mit einer Einbuße von 4,5 %. Anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen äußerte sich das Unternehmen unter Hinweis auf die sich abschwächende Weltwirtschaft skeptisch zu den Aussichten im Schlussquartal. In Mailand stiegen Generali um 3,4 % und schlossen damit auf einem Elfjahreshoch. Für Auftrieb sorgte ein Bericht, dem zufolge der Milliardär Leonardo del Vecchio seinen Anteil an der Mediobanca erhöht. Del Vecchio ist auch an Generali beteiligt. – Berichte zu Siemens Seiten 1 u. 11