Baywa legen 11 Prozent zu
Pressemeldungen, wonach sich Gläubigerbanken und Eigentümer im Grunde über die Rettung des Unternehmens geeinigt hätten, gaben der Baywa-Aktie am Donnerstag massiv Auftrieb. der SDax-Titel legte bis mittags 11,1% auf 14,44 Euro zu.
Das Geschehen an den Aktienmärkten wurde geprägt durch etliche Quartalszahlen, die mitunter zu deutlichen Kursbewegungen führten. Der Dax verlor bis mittags 1,1% auf 18.312 Punkte. Der Euro Stoxx 50 gab ebenfalls 1,1% auf 4.821 Zähler ab.
Die BMW-Aktie hat nach Zahlen den Rückwärtsgang eingelegt und verlor bis mittags 3,5% auf 82,78 Euro. Der Autobauer muss im 2. Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Hingegen legten MTU 5,5% auf 276 Euro zu. Gute Zahlen und einen positiven Ausblick präsentierte Wohnimmobilienspezialist Vonovia. Die Aktie gewann 3% auf 29,26 Euro und wir auch von mehreren Analysten zum Kauf empfohlen.
Hingegen drehte die Aktie der Deutschen Post im Verlauf ins Minus und lag mittags 4,4% zurück auf 39,43 Euro. Als Grund wurden der Gewinnrückgang bei DHL und Aussagen des Unternehmens zum laufenden dritten Quartal angeführt.
Zuvor hatte der Dax zwei Börsentage in Folge jeweils leicht zugelegt. „Alles deutet auf baldige Zinssenkungen“, schreibt Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank mit Blick auf die US-Notenbank Fed. Die ließ am Vorabend wie erwartet die Leitzinsen unverändert, gab aber laut Pfister recht deutliche Hinweise darauf, dass es im September eine Zinssenkung geben dürfte.
Am Devisenmarkt präsentierte sich der Euro weiter schwach. Um die Mittagszeit notierte die Europa-Währung bei 1,0781 Dollar.
Am Anleihemarkt lag der Bund-Future mittags kaum verändert.
Öl der Sorte Brent gewann bis mittags 1,% auf 81,69 Dollar je Barrel.
Die US-Börsen haben am Mittwoch weiter zugelegt. Vor allem an der technologielastigen Nasdaq-Börse ging es aufwärts. Dort wurden die deutlichen Vortagesverluste wieder mehr als wettgemacht. Die wie erwartet bestätigten Leitzinsen und die begleitenden Kommentare durch die US-Notenbank Fed brachten letztlich keine neuen Impulse. Der Dow Jones Industrial war zunächst nach Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zu einer möglichen Zinssenkung im September um rund 1% hochgesprungen. Sein Rekordhoch schien wieder greifbar nah. Letztlich aber schloss er nur 0,2% höher bei 40.842,79 Punkten. Im Juli hat der bekannteste Wall-Street-Index damit 4,4% gewonnen. Sein jüngstes Rekordhoch hatte er Mitte des Monats bei 41.376 Punkten erreicht. Der marktbreite S&P 500 gewann zur Wochenmitte 1,6% auf 5.522,30 Punkte. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 3% auf 19.362,43 Punkte nach oben. Sein Monatsverlust schrumpfte so auf etwa 1,5%.
Die Börsen Asiens haben am Donnerstag nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um 2,7%. Hier wirkte die leichte geldpolitische Straffung der japanischen Notenbank vom Vortag nach. Diese hatte dem Yen weiteren Aufwind beschert, was perspektivisch eventuell auf der Exportindustrie des Landes lasten könnte. Rückenwind für den Yen lieferte auch die US-Notenbank Fed, die am Vorabend eine Zinssenkung bereits im September durchaus in Aussicht gestellt hatte. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen sank um 0,4%; und der techwertelastige Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte 0,2% ein.