Rand führt Erholung der Schwellenländer an
sts Frankfurt – Trotz eines deutlichen Rückgangs der Inflation hat der südafrikanische Rand seine Erholung am Mittwoch fortgesetzt. Analysten werten den Kursanstieg als Gegenreaktion auf die jüngst deutlichen Verluste der Währung im Zuge des allgemeinen Ausverkaufs von Schwellenländer-Anlagen. Der Dollar verbilligte sich am Mittwoch um 0,9 % auf 15,22 Rand, womit die südafrikanische Währung die Erholung der Schwellenländer-Währungen anführte.Die Verbraucherpreise in Südafrika stiegen in Juli auf Jahressicht um 4 % nach 4,5 % im Monat zuvor. Der Konsens hatte einen Wert von 4,3 % erwartet. Der Markt hat nun eine Zinssenkung um 25 Basispunkte für kommenden Monat mit einer Wahrscheinlichkeit von 32 % eingepreist, zu Wochenbeginn lag der Wert noch bei 0 %. Der Rand hatte jüngst deutlich abgewertet. Unter den Schwellenländer-Währungen war nur der argentinische Peso in den vergangenen Wochen schwächer gewesen. “Nüchtern betrachtet erscheint die Situation weniger dramatisch als derzeit dargestellt”, betont die DZ Bank. “Mittelfristig besteht folglich Erholungspotenzial für den Rand.”Der Euro bewegte sich zum Greenback erneut kaum und pendelte um die Marke von 1,11 US-Dollar. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Auch die politische Entwicklung in Italien konnte den Euro zuletzt kaum bewegen. Nach dem Ende der Regierung in Rom sucht das Land einen Ausweg aus der Regierungskrise.Außerdem richtet sich am Devisenmarkt der Fokus immer stärker auf das Treffen führender Notenbanker, das von Donnerstag bis Samstag im amerikanischen Jackson Hole stattfindet. Am Freitag steht eine Rede des Fed-Chefs Jerome Powell auf dem Programm, von der ebenfalls Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Zentralbank erwartet werden.Hingegen konnte der Euro zum Pfund zulegen und verteuerte sich um 0,3 % auf 91,40 Pence. Am Markt wird nicht erwartet, dass der britische Premierminister bei seinen Besuchen in Berlin und Paris Vorteile für das Vereinigte Königreich wird herausschlagen können, so dass ein No-Deal-Brexit wahrscheinlich bleibt.