Ruhiger Wochenauftakt bei Bonds
kjo Frankfurt – Für die Bundesanleihen ist es ein ruhiger Wochenauftakt gewesen. Äußerungen von Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sorgten kurzzeitig für ein wenig anziehende Renditen der Bundestitel. Die zehnjährige Bundrendite kletterte bis auf -0,54 % nach -0,58 % am vorigen Freitag. Später griffen die Anleger aber wieder bei den Bundespapieren zu, so dass die Renditen wieder sanken. Im späten europäischen Handel lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe dann wieder bei -0,57 %. Der Bund-Future mit Dezember-Fälligkeit war zu dieser Zeit bei 174,17 % mit 4 Ticks im Minus.In einem Interview hatte Draghi erklärt, dass alle geldpolitischen Ins-trumente, angefangen bei den Zinsen über Wertpapierkäufe bis hin zur Forward Guidance, bereitstehen würden, um kalibriert zu werden. Die meisten Risiken für die EZB kommen laut Draghi von außerhalb der Eurozone. Mit Blick auf die ultralockere Geldpolitik sagte Draghi, dass diese unter Umständen noch lange beibehalten werden muss, wenn es keine Unterstützung von der Haushaltspolitik gebe. Die Geldpolitik wird laut Draghi weiterhin ihren Job machen, aber negative Nebeneffekte werden seiner Ansicht nach zunehmend sichtbar werden. Aufstockungen geplantFinnlands State Treasury, das für das Schuldenmanagement und die Auftritte des Landes an den Fixed-Income-Märkten zuständig ist, teilte mit, dass im vierten Quartal Aufstockungsauktionen für bestehende Anleihen des Landes durchgeführt werden sollen. Für dieses Jahr wird das Funding-Volumen seitens des Treasury mit rund 10 Mrd. Euro angegeben. Davon hatten die Schuldenmanager bis Ende September rund 80 % realisiert. Im vierten Quartal soll es den Angaben zufolge ein oder zwei Aufstockungen von Bonds geben. Des Weiteren prüft das Land, ob es einen Auftritt mit einer in Dollar denominierten Anleihe gibt. Über den Zeitpunkt einer solchen Emission oder Volumina wurde allerdings noch nichts bekannt gegeben.Frankreich emittierte Geldmarktpapiere. Es gab neun, zehn, 23 und 49 Wochen laufende Titel. Das neun Wochen laufende Papier ging zu einer Rendite von -0,585 % an die Anleger. Der in zehn Wochen auslaufende Titel wurde zu einer Rendite von -0,645 % platziert. Der in 23 auslaufende Titel ging zu einer Rendite von -0,61 % weg. Das in 49 Wochen fällige Papier wurde zu einer Rendite von -0,63 % an den Markt gebracht. Über die vier Papiere nahmen die Franzosen rund 4,7 Mrd. Euro auf. Ansonsten verlief das Geschäft am Primärmarkt nach den lebhaften Vortagen nun in vergleichsweise ruhigen Bahnen.