AKTIE DER WOCHE

Sherwin-Williams zeigt erste Kratzer im Lack

Eigene Prognosen verfehlt - Titel gibt nach

Sherwin-Williams zeigt erste Kratzer im Lack

scd New York – Der Lack- und Farbenspezialist Sherwin-Williams hat seinen Anlegern in der abgelaufenen Woche mit einer Serie schlechter Nachrichten die Stimmung verhagelt. Zunächst teilte das Unternehmen mit, dass der Gewinn im zweiten Quartal zwar prozentual zweistellig gesteigert wurde. Das Ergebnis von 257 Mill. Dollar bzw. 2,46 Dollar je Aktie blieb allerdings nicht nur hinter den Analystenerwartungen, sondern auch hinter dem eigenen Ausblick zurück, der einen Gewinn von 2,50 bis 2,60 Dollar je Aktie vorgesehen hatte. Auch das Umsatzwachstum von 5,5 % kam nur am unteren Ende der Prognosespanne von 5 bis 9 % an. Kurzfristig soll keine Besserung in Sicht sein. Der Ausblick für das laufende Quartal blieb mit 6 bis 9 % Umsatzplus und 2,55 bis 2,65 Dollar Gewinn je Aktie deutlich hinter den Erwartungen der Marktbeobachter zurück, die laut Thomson Reuters im Schnitt 22 % Erlössteigerung und 2,80 Dollar Gewinn je Aktie erwartet hatten. Doch damit endeten die schlechten Nachrichten noch nicht. Am Donnerstagnachmittag verboten die mexikanischen Wettbewerbshüter die geplante 2,34 Mrd. Dollar schwere Übernahme von Consorcio Comex of Mexico.Die Aktie des Anbieters von Wand- und Lackfarbe verlor in der abgelaufenen Woche gut ein Zehntel auf 167,94 Dollar – den niedrigsten Kurs seit Mitte April. Seit März 2009 sind die Aktien damit aber immer noch über 1 500 % gestiegen. Trotz der jüngsten Rückschläge glaubt das Gros der Analysten noch nicht an ein Ende der Rally. Von 13 Marktbeobachtern gibt nur einer eine Verkaufsempfehlung ab.