Thyssenkrupp zeigen sich sehr fest
ku Frankfurt – Vor dem internationalen Treffen der Notenbanker im amerikanischen Urlaubsort Jackson Hole haben sich die Akteure am Aktienmarkt am Donnerstag mit Positionierungen zurückgehalten. Belastet haben zudem neue Drohungen im Handelsstreit zwischen Washington und Peking. Der Dax verzeichnete ein Minus von 0,5 % auf 11 747 Punkte. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,6 % auf 3 368 Zähler nach.Positiv wurde aufgenommen, dass der Markit-Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie im August überraschend um 0,4 auf 43,6 Punkte kletterte. Erwartet worden war ein Rückgang auf 43 Zähler. Allerdings zeigen Werte unterhalb von 50 eine Kontraktion in dem Sektor an.Größter Tagesgewinner im Dax war am Donnerstag Thyssenkrupp. Die Aktie legte um 5,6 % auf 10,42 Euro zu. Gemäß einem Bericht des “Manager Magazins” gibt es ein großes Kaufinteresse an der als Perle geltenden Aufzugssparte des Konzerns.Das “Manager Magazin” meldete zudem, Volkswagen (VW) habe Interesse an der Übernahme des amerikanischen Elektroautopioniers Tesla. Die Kursreaktionen hielten sich aber in Grenzen, zumal der VW-Konzern den Bericht dann auch dementierte. Den VW-Kurs stützte allerdings die Vorstellung eines neuen Elektroautos aus dem Konzern. Die Vorzugsaktie kam mit 143,06 Euro auf einen Anstieg von 0,3 %. Im frühen US-Handel verzeichnete Tesla ein kleines Plus von 0,2 %.Zu den Gewinnern gehörten auch die italienischen Bankentitel. So verteuerten sich Unicredit um 1,3 % auf 9,76 Euro. Intesa Sanpaolo kamen auf einen Anstieg von 1 % auf 1,94 Euro. Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella macht Druck, um bis Anfang kommender Woche eine neue italienische Regierung zu bilden. Anleger hoffen auf eine Koalition aus der sozialdemokratischen PD und der Fünf-Sterne-Bewegung. Erwartet wird, dass mit einer derartigen Konstellation ein neuer Budgetstreit mit Brüssel vermieden werden kann.Unter den Aktien aus der zweiten Reihe fielen Bertrandt auf mit einem kräftigen Kursrückgang von 4,8 % auf 47,70 Euro. Der Ingenieurdienstleister gab eine Gewinnwarnung heraus. Im Geschäftsjahr 2018/19 wird beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) nun nur noch ein Wert zwischen 52,1 und 80,3 Mill. Euro erwartet. Bislang war die Unternehmensleitung von 72,9 bis 96,4 Mill. Euro ausgegangen. Die Ebit-Marge wird bei 5 bis 7,5 % vermutet, bisher waren es 7 bis 9 %.CTS Eventim legten um 4,6 % auf 51,10 Euro zu. Der Veranstalter und Tickethändler verzeichnete im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 14,8 % auf 697 Mill. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen kletterte sogar um 18,7 % auf 111,8 Mill. Euro.