Zinsperspektive lässt Dax haussieren
Zinsperspektive lässt Dax haussieren
Weitere Fed-Anhebung gilt nun als unwahrscheinlich – Fresenius legen kräftig zu
ku Frankfurt
Bericht zu Metzler Seite 13Die ausgebliebene Leitzinsanhebung durch die amerikanische Notenbank Federal Reserve vom Vorabend und die Perspektive, dass es zu keinen weiteren Anhebungen kommen dürfte, hat für eine positive Stimmung am Aktienmarkt gesorgt. Der Dax sprang über die Marke von 15.000 Punkten. Den Handel beendete er mit einem Aufschlag von 1,5% bei 15.144 Zählern. Der MDax als Index für die mittelgroßen deutschen Unternehmen verzeichnete sogar einen Anstieg von 2,8% auf 24.730 Punkte und der Euro Stoxx 50 kam um 1,9% auf 4.169 Zähler voran. Im Dax profitierten Fresenius von Quartalszahlen, die oberhalb der Markterwartungen hereingekommen sind. Der Aktienkurs befestigte sich um 5,8%. Der Konzern kommt bei seinem Umbau voran, das Management hob seinen Ergebnisausblick an.
Die Kapitalmarktexperten des Bankhauses Metzler gehen davon aus, dass die amerikanischen Währungshüter auf ihrer Zinssitzung im Dezember ein weiteres Mal dazu tendieren werden, eine Zinspause einzulegen, auch wenn es gute Argumente sowohl für als auch gegen eine Zinspause in den USA gebe. Von einer baldigen Zinssenkung seitens der Fed geht man bei Metzler indes nicht aus.
Die Zinsperspektive hat den Greenback geschwächt. Der Euro befestigte sich um 0,5% auf 1,0618 Dollar. Die Hinweise der Fed haben auch für einen kräftigen Anstieg des Ölpreises gesorgt. Die Sorte Brent Crude verteuerte sich um 2,1% auf 86,39 Dollar je Barrel. Ein weiterer Faktor dafür waren stark zunehmende Artilleriegefechte zwischen der israelischen Armee und der schiitisch-libanesischen Miliz Hisbollah. Für Freitag ist eine wichtige Rede des Hisbollah-Generalsekretärs angekündigt, die in Israel mit Spannung erwartet wird.