Digitales Pfund

Finanzausschuss bezweifelt Nutzen des „Britcoin“

Der Finanzausschuss des britischen Unterhauses ist skeptisch, was den Nutzen von digitalem Zentralbankgeld angeht. Doch Premierminister Rishi Sunak setzt weiter auf Krypto.

Finanzausschuss bezweifelt Nutzen des „Britcoin“

Finanzausschuss
bezweifelt Nutzen
des digitalen Pfund

hip London

Der Finanzausschuss des britischen Unterhauses hat sich skeptisch zum Nutzen einer digitalen Zentralbankwährung geäußert. Es könne zwar Innovationen in der inländischen Zahlungsabwicklung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes befördern. „Das Ausmaß dieser Vorteile ist jedoch unklar“, heißt es in einem Untersuchungsbericht des Gremiums. „Es ist auch noch nicht klar, dass ein digitales Pfund das einzige oder beste Mittel ist, um sie zu erreichen.“

Sunak wünscht sich Krypto-Hub

Der britische Premierminister Rishi Sunak hatte im April 2021 mit einer Twitter-Nachricht für Furore gesorgt. „Britcoin?“, schrieb er damals noch als Schatzkanzler, nachdem er eine gemeinsame Taskforce von Schatzamt und Bank of England initiiert hatte, die sich mit der Digitalisierung der britischen Währung beschäftigen sollte. Sunak würde London gerne zum weltweiten Krypto-Hub machen. Doch gibt es dagegen Widerstand. „Wir empfehlen, dass jedwede primäre Gesetzgebung zur Einführung eines digitalen Pfund der Regierung oder der Bank of England nicht erlauben soll, die Daten aus einem digitalen Pfund für irgendwelche Zwecke zu nutzen, die über die den Strafverfolgungsbehörden bereits erlaubten hinausgehen“, heißt es in dem Ausschussbericht.

Zudem legen die Abgeordneten Bank of England und Schatzamt nahe, bei ihren Vorarbeiten für ein digitales Pfund die Kosten unter Kontrolle zu halten.

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