Großbritannien

Britischer Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien blieb zum Jahresende stabil, meldet das ONS. Die Reallöhne sinken angesichts der hohen Teuerung weiter – mit Folgen für die Arbeitsmotivation.

Britischer Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Der britische Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter solide. Die Arbeitslosenquote habe im Dezember wie im Vormonat 3,7% betragen, teilte das Statistikamt ONS am Dienstag in London mit. Im Dreimonatsvergleich erhöhte sich die Quote leicht um 0,1 Prozentpunkte. Die Beschäftigung stieg weiter an.

Die freien Stellen gehen unterdessen weiter zurück, mit 1,134 Millionen liegen sie im längeren Vergleich aber weiter auf hohem Niveau. Allerdings hätten zuletzt vermehrt Unternehmen über Unsicherheit mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung berichtet und sich in der Personalplanung entsprechend zurückgehalten, erklärte das ONS.

Die Löhne und Gehälter steigen nach wie vor kräftig, die Zuwächse werden aber von der hohen Inflation aufgezehrt. Inklusive Bonuszahlungen stiegen die Gehälter um 5,9%, ohne Boni legten sie um 6,7% zu. Inflationsbereinigt gingen die Löhne jedoch zurück. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge drückt das die Motivation: Fast drei Viertel der Londoner Arbeitnehmer würden einer Umfrage zufolge lieber kündigen, als Vollzeit ins Büro zurückzukehren. Nur eine deutlich über der Inflation liegende Lohnerhöhung würde sie demnach dazu bewegen können, ihre flexiblen Arbeitszeiten aufzugeben.

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