Elektromobilität

Habeck will Plug-in-Hybride nicht mehr fördern

Bundeswirtschaftsminister Habeck will Plug-In-Hybride nicht mehr fördern – und auch die Prämie für reine Elektroautos schrittweise senken. Beim Koalitionspartner FDP und in der Autoindustrie stößt das auf Kritik.

Habeck will Plug-in-Hybride nicht mehr fördern

BZ Frankfurt

– Das Bundeswirtschaftsministerium will ab 2023 nur noch rein elektrische Autos mit einer Kaufprämie fördern – und auch diese schrittweise senken. „Plug-in-Hybride sind unserer Meinung nach marktgängig und brauchen keine öffentliche Förderung mehr“, so die offizielle Begründung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gegenüber der Funke-Mediengruppe. Sein Ministerium hat die Abstimmung mit den anderen Ministerien eingeleitet. Plug-in-Hybride stehen in der Kritik, da ihre elektrische Reichweite begrenzt ist und sie häufig ausschließlich mit Sprit betankt werden. Der Autoverband VDA kritisierte die Pläne scharf. Sie gefährdeten das ohnehin schon ambitionierte Ziel, bis 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf deutschen Straßen zu haben, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Auch für rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge soll die Förderung sinken: Ab Anfang Januar 2023 soll sie noch 4000 Euro betragen und ab Anfang 2024 auf 3000 Euro sinken. Aktuell sind es 6000 Euro. Die staatlichen Maßnahmen sollen dann bis Ende 2025 laufen. Die FDP reagierte verschnupft auf die Ankündigung. „Im Koalitionsvertrag haben die Ampel-Parteien vereinbart, die Innovationsprämie auch für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge fortzuführen“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagfraktion, Bernd Reuther. „Es gibt keinen Grund, jetzt von dieser Vereinbarung abzurücken.“ Umweltverbände begrüßten den Vorstoß.

Wertberichtigt Seite 6

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