Mit Vorsicht zu genießen
Ein Hoch auf den Verbraucher! Trotz der sich verstärkenden Konjunktursorgen ist er wieder vermehrt dazu bereit, für größere Anschaffungen seinen Geldbeutel zu öffnen. Dass er dies teils aus Sorge vor Strafzinsen auch für Privatanleger tut – geschenkt. Zumindest aus Sicht der Notenbanker in Frankfurt. Diese dürfen sich auf die Schultern klopfen, dass das jüngst erfolgte erneute Öffnen der Geldschleusen sich bereits in der GfK-Konsumentenumfrage vom September spiegelt. Für Verbraucher ist der unerwartete Hüpfer des GfK-Konsumklimas kein Grund zur ungetrübten Freude. Denn die günstigen Kreditkonditionen, die oftmals größere Käufe erst möglich machen, gibt es nur auf Kosten der fehlenden Sparmöglichkeit wegen der nun auf längere Sicht zementierten Negativzinsen. Dass der Reigen an Jobsparprogrammen großer Unternehmen kein Ende findet und die Kurzarbeit in der Industrie auf das Niveau der Rezession von 2012/13 gestiegen ist, sollte nachdenklich stimmen. Trübt sich die Lage am Arbeitsmarkt stark ein, hat sich das mit dem Konsum schnell erledigt. ba