Gastronomie

Prekäre Beschäftigung im Gastgewerbe steigt

Das Gastgewerbe kämpft mit den Spätfolgen der Coronakrise. Die prekäre Beschäftigung nimmt zu – der Personalmangel nicht ab. Die Gewerkschaft NGG fordert nun höhere Löhne.

Prekäre Beschäftigung im Gastgewerbe steigt

Prekäre Beschäftigung im Gastgewerbe steigt

ast/Reuters Frankfurt

Auch nach der Coronakrise kommt das Gastgewerbe nicht recht in Fahrt. Der Personalmangel belastet die Betriebe. Der Niedriglohnsektor weitet sich in der Branche immer mehr aus. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hervor. Zwar dürfte sich in diesem Jahr die Lücke zur Vor-Corona-Zeit schließen und die Beschäftigtenzahl auf 2,1 Millionen steigen. Doch fast die Hälfte der Belegschaften hat eine prekäre Beschäftigung. 48% haben einen Minijob und nur 52% sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wie aus der Studie hervorgeht. Von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro konnten zwar viele Beschäftigte profitieren. Trotzdem hat fast die Hälfte aller Mini-Jobber noch einen Zweitjob. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten plädiert für mehr Geld, um die Branche wieder attraktiver zu machen. "Die Löhne müssen rauf, die Arbeitszeiten runter", sagte NGG-Chef Guido Zeitler in Berlin.