Bruttoinlandsprodukt

Russlands Wirtschaft schrumpft um 2,1 Prozent

Die westlichen Sanktionen haben die russische Wirtschaft weniger stark einbrechen lassen, als Ökonomen erwartet hatten: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2022 um 2,1 Prozent. Auch für das laufende Jahr wird ein leichter Rückgang erwartet.

Russlands Wirtschaft schrumpft um 2,1 Prozent

Die russische Wirtschaft ist im Kriegsjahr 2022 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 2,1%, wie das nationale Statistikamt am Montagabend auf der Basis vorläufiger Daten bekannt gab. Der Rückgang war weniger deutlich als noch zuletzt von Ökonomen erwartet. Die Zahlen für das vierte Quartal werden an diesem Mittwoch veröffentlicht. Im Jahr 2021 hatte die russische Wirtschaft noch um 5,6% zugelegt.

Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durch den am 24. Februar begonnenen Krieg gegen die Ukraine geprägt. Vor allem westliche Staaten hatten deshalb umfangreiche Sanktionen beschlossen. Am stärksten geschrumpft sind laut dem Statistikamt der Groß- und Einzelhandel, das Verarbeitende Gewerbe und das Transportwesen. Gewachsen sind angesichts hoher Kriegskosten die Staatsausgaben. Auch Branchen wie der Bergbau, die Landwirtschaft und das Baugewerbe sind gewachsen.

„Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Dmitry Polevoy, Ökonom bei der Locko Bank in Moskau. „Aber das gehört alles der Vergangenheit an. Was zählt, ist aber die Zukunft, und hier gibt es noch wenig Gründe für einen Aufschwung.“ Die Bank erwarte in ihrem Basisszenario für das Jahr 2023 seinen Rückgang der Wertschöpfung von 1 bis 2%, so Polevoy.

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