Geldpolitik

US-Notenbanker wollen Straffungskurs halten

Zwei führende US-Notenbanker haben sich für weitere deutliche Zinserhöhungen ausgesprochen. Die US-Notenbank kann aus Sicht des Chefs der Fed-Filiale von Minneapolis, Neel Kashkari, bei ihrem aggressiven Zinserhöhungskurs noch keine Pause einlegen.

US-Notenbanker wollen Straffungskurs halten

BZ Frankfurt

Zwei führende US-Notenbanker haben sich für weitere deutliche Zinserhöhungen ausgesprochen. Die US-Notenbank kann aus Sicht des Chefs der Fed-Filiale von Minneapolis, Neel Kashkari, bei ihrem aggressiven Zinserhöhungskurs noch keine Pause einlegen. „Ich fühle mich nicht wohl dabei zu sagen, wir werden pausieren“, sagte Kashkari am Donnerstag auf einer Konferenz der Bremer Financial Corporation. Es gebe fast keine Hinweise darauf, dass die Inflation bereits ihren Höhepunkt erreicht habe.

Einer baldigen Abkehr vom straffen Zinskurs nach drei sehr großen Zinserhöhungen in Folge erteilte auch Raphael Bostic eine Absage. Der Chef des Fed-Ablegers in Atlanta sieht beträchtliche Spekulationen, dass die Federal Reserve 2023 die Zinsen senken könnte, falls die Konjunktur lahmt und die Inflationsrate fällt. „Ich würde sagen, nicht so schnell“, sagte Bostic zu diesem Szenario. Das Aufkommen wirtschaftlicher Schwäche dürfe die Fed nicht von ihrem Ziel abbringen, die Teuerungsrate zu drücken. „Wir müssen wachsam bleiben, denn der Kampf gegen die Inflation ist wahrscheinlich noch in den Anfängen“, sagte Bostic.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich leicht eingetrübt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legte laut Arbeitsministerium um 29000 auf 219000 zu. Im historischen Vergleich bleibt die Zahl aber niedrig.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.