WertberichtigtFC Bayern

Abpfiff der Partie mit Katar

Der deutsche Fußballrekordmeister und Qatar Airways beenden nach fünf Jahren ihr Sponsoring-Geschäft. Die Proteste der Vereinsmitglieder und Fans haben gewirkt.

Abpfiff der Partie mit Katar

FC Bayern

Abpfiff der Partie
mit Katar

jh München

Es ist die richtige Entscheidung: Der FC Bayern München verlängert den Vertrag mit Qatar Airways nicht. So endet nach fünf Jahren das Sponsoring-Geschäft mit der Fluggesellschaft des arabischen Emirats. Ein Land, in dem Menschenrechte verletzt werden, passt nicht zu den vom Sport so gern für sich vereinnahmten Werten Toleranz, Fairness, Respekt und den Kampf gegen Diskriminierung. In seinem Leitbild stützt sich der Münchner Verein auf die Verschiedenartigkeit aller Menschen, gesellschaftliche Verantwortung und eine klare Haltung. Wenn das glaubwürdig sein soll, dürfen die Spieler nicht auf ihrem Trikotärmel für Qatar Airways werben. Zu Recht haben Mitglieder und Fans auf der Jahresversammlung und im Stadion gegen das Geld aus dem Emirat immer wieder protestiert – etwa 25 Mill. Euro sollen es im Jahr gewesen sein. Offenbar hat der Missmut gewirkt. In den Gesprächen über eine Vertragsverlängerung ging es angeblich auch um soziale Aspekte. Für Jan-Christian Dreesen, den neuen Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern, ist die Entscheidung gegen Qatar Airways ein guter Einstand.