WertberichtigtThyssenkrupp

Aufforderung zum Machtkampf

Mit der Nutzung seines Doppelstimmrechts hat Siegfried Russwurm, Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp, die Aufstockung des Vorstands durchgeboxt. Für die Arbeitnehmer ist das eine klare Aufforderung zum Machtkampf.

Aufforderung zum Machtkampf

THYSSENKRUPP

Aufforderung
zum Machtkampf

ab Düsseldorf
ab Düsseldorf

Traute hat Siegfried Russwurm, das muss man ihm lassen. Denn der Aufsichtsratsvorsitzende von Thyssenkrupp hat sich auf einen Machtkampf mit der Arbeitnehmerseite eingelassen – Ausgang offen. Um die von Vorstandschef Miguel Lopez geforderte Aufstockung des Führungsgremiums gegen alle Widerstände durchzuboxen, scheute der BDI-Präsident nicht vor der Nutzung seines Doppelstimmrechts zurück. Die erste Runde hat Russwurm damit für sich entschieden. Keine Frage, dass das Timing dafür denkbar schlecht war. Während im Konzern seit Jahren an allen Ecken und Enden gespart wird und auch das neue Performance-Programm Apex mit rigiden Kostenvorgaben und Arbeitsverdichtung einhergeht, wird der Überbau personell gestärkt. Das ist zweifelsohne die Folge des Strategieschwenks, der eine stärkere Zentralisierung und Kontrolle bedeutet. Doch wer das neue Konzept absegnet, muss letztlich auch dafür sorgen, dass es durchsetzbar ist. Das gilt allerdings nicht nur für die Kapitalseite im Aufsichtsrat, sondern auch für die Arbeitnehmerbank.

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