BlickfeldDigitalwährung aus dem Alpenraum

Die Schweiz probiert es mit dem Stablecoin

Die Schweizerinnen und Schweizer lieben ihre Banknoten und die schweren Frankenmünzen. Doch die Digitalisierung lässt auch die Währungen nicht aus. Mit einem neuen Gesetz will sich das Land fit machen für den Stablecoin.

Die Schweiz probiert es mit dem Stablecoin

Die Schweiz probiert es mit dem Stablecoin

Ein neues Gesetz soll der Digitalwährung eine ernsthafte Chance geben. Doch das gewichtige Wort der Banken steht noch aus.

Von Dani Zulauf, Zürich

Der Schweizerfranken ist zwar eine weltweit beliebte Anlagewährung, aber als Zahlungsmittel im globalen Kontext ist die Valuta unbedeutend. Daran würde auch ein Stablecoin nichts ändern, der mit einer Frankendeckung manchen internationalen Investoren zweifellos ins Auge fallen würde. Aber Franken-Coins sind ohnehin kein lukratives Geschäftsmodell – wenigstens bis jetzt nicht. In Zeiten von Negativzinsen müssen Emittenten für die Deckung ihres Coins Zinsen zahlen statt den Münzgewinn einzukassieren. In der Schweiz waren die Zinsen von Anfang 2015 bis 2022 negativ. Die meiste Zeit lag der Leitzins bei -0,75% - Weltrekord. Nach einer kurzen Episode mit höheren Sätzen, bewegen sich die Zinsen jetzt wieder haarscharf oberhalb der Nulllinie.

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