Finanzplatz-Ranking

Eine Frage der Wahrnehmung

Kein einziger Handelsplatz in Kontinentaleuropa hat es beim jüngsten Ranking der Z/Yen Group in die weltweite Top 10 der Finanzzentren geschafft. Höchste Zeit, dem Bedeutungsverlust etwas entgegenzusetzen.

Eine Frage der Wahrnehmung

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In der von der Z/Yen Group erstellten Top 10 der weltweiten Finanzzentren findet sich kein einziger Handelsplatz aus Kontinentaleuropa mehr. Zuletzt stieg Paris ab. Der Finanzplatz Frankfurt findet sich auf Platz 17. Man kann sich natürlich damit trösten, dass es reichlich Rankings dieser Art gibt, und bei anderen Anbietern nach einem für den eigenen Standort freundlicheren Ergebnis suchen. Man kann aber auch interessante Trends aus dem seit nunmehr 16 Jahren ermittelten Global Financial Centres Index herauslesen. Denn er zeigt nicht die reale Stärke der US-Finanzbranche, sondern ihre Stärke in der Wahrnehmung der Umfrageteilnehmer. Das gilt auch für den Abstieg von Peking und Shen-zhen, der weniger auf den realwirtschaftlichen Schaden durch die Zero-Covid-Politik der Parteiführung zurückgeht als darauf, wie sie im Rest der Welt gesehen wurde. Auch der Bedeutungsverlust Kontinentaleuropas spielt sich vor allem in den Köpfen der Befragten ab. Mit etwas mehr Selbstbewusstsein ließe sich dem etwas entgegensetzen.  

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