Glücksgefühle im Ruhrgebiet
Steag-Übernahme
Glücksgefühle im Ruhrgebiet
ahe Berlin
Dass sie aus ihrem Steag-Engagement noch mit einem beträchtlichen Gewinn wieder herauskommen würden, hatte vor nicht allzu langer Zeit wohl noch keine der sechs nordrhein-westfälischen Kommunen erwartet, denen der Steinkohleverstromer bislang gehörte. Um so größer dürften nach der jetzt mit Asterion vereinbarten Transaktion die Glücksgefühle sein. Denn als das Konsortium den Versorger 2011 übernommen hatte, sah die Energiewelt in Deutschland noch völlig anders aus als heute. Insbesondere ein Kohleausstieg bis 2030 schien im Ruhrgebiet damals unvorstellbar. Es gelang jedoch eine Restrukturierung der Steag und der Aufbau eines mittlerweile attraktiven grünen Geschäftsbereichs. Außerdem profitierten die Essener von den im Zuge des Kriegs in der Ukraine deutlich gestiegenen Strompreisen. Wohl nur so war es möglich, dass der Infrastruktur-Investor Asterion jetzt bereit war, satte 2,6 Mrd. Mrd. Euro auf den Tisch zu legen – obwohl auch den Spaniern klar ist, dass sie die ganzen Steag-Steinkohleblöcke in wenigen Jahren abwickeln müssen.