WertberichtigtHybrides Arbeiten

London droht Abwärtsspirale

Das hybride Arbeiten hat Nebenwirkungen. Werden Büros in Wohnungen umgewandelt und Fahrpläne für den Nahverkehr zusammengestrichen, drohen schwer rückgängig zu machende Schäden für die städtische Infrastruktur.

London droht Abwärtsspirale

Hybrides Arbeiten

London droht Abwärtsspirale

Homeoffice wirkt sich auf städtische Infrastruktur aus

hip London

Das Centre for Cities hat vor den Folgen des hybriden Arbeitens für die Londoner Infrastruktur gewarnt. Von Unternehmen gab es häufig Klagen, die Produktivität von Bürotätigkeiten leide unter dem Trend zur Arbeit von zu Hause. Dazu gibt es unterschiedliche Studienergebnisse. Die unabhängige britische Denkfabrik warnt vor dem Verlust von Agglomerationsvorteilen – dem Austausch mit Kollegen am Arbeitsplatz – und beschäftigt sich aber auch mit den Nebenwirkungen auf die Stadt an sich. Im Zentrum der britischen Metropole verbringen Angestellte im Schnitt nur noch 2,3 Tage die Woche im Büro. Das Passagieraufkommen im öffentlichen Nahverkehr bewegt sich bei rund 70% des vor der Pandemie üblichen Niveaus. Das könne dazu führen, dass Firmen weniger Platz brauchen und weitere Büroflächen zu Wohnraum umgewidmet werden. Werden dann auch noch Bus- und U-Bahn-Fahrpläne zusammengestrichen, würde eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Sollten dann doch wieder mehr Mitarbeiter im Büro benötigt werden, wäre das nur schwer rückgängig zu machen.

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