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Riskante Crash-Diät

Bei Spotify kommt es erneut zu einer Entlassungsrunde - das dritte Mal in diesem Jahr. An der Börse kommt das naturgemäß gut an. Die Kürzungen könnten sich langfristig jedoch als nachteilig erweisen.

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kro Frankfurt

Ernährungsexperten warnen nicht ohne Grund vor zu radikalen Schlankheitskuren, führen sie doch zunächst zum Abbau von Muskelmasse, Nährstoffmangel und Wasserverlust. Das ist alles andere als gesund – lässt sich aber auf Spotify übertragen. Bei dem defizitären Konzern muss fast jeder fünfte Mitarbeiter gehen. Laut CEO Daniel Ek dürfte sich der Umfang der Kürzungen für viele "überraschend groß" anfühlen. Doch seien die Kosten ebenfalls noch zu hoch. Die Schrumpfkur kommt an der Börse naturgemäß gut an, da mit ihr eine schnellere Margenverbesserung erwartet wird. Langfristig könnte sie jedoch Risiken mit sich bringen. Die Geschassten könnten zu Rivalen wie Amazon, Apple oder Tencent gehen. Sie könnten, wie in der Tech-Welt oft üblich, eigene Start-ups in Konkurrenz zu Spotify gründen und womöglich von der hohen Summe an bislang nicht investiertem Wagniskapital profitieren. Studien haben zudem wiederholt gezeigt, dass die Motivation in Firmen nach Entlassungsrunden sinkt. Es bleibt also schwierig für den einstigen Musikstreaming-Pionier.

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