WertberichtigtAus für Grangemouth

Prima Klima

Schottlands einzige Raffinerie schließt. Gut für die Klimabilanz der Region. Doch die mit der Spritproduktion verbundenen Emissionen fallen künftig anderswo an. Dort wird dann auch das Geld verdient.

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Schottland

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in Grangemouth

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Den Grünen, die in Schottland mitregieren, wird es nichts ausmachen, dass die einzige Raffinerie des Landes schließt. Schließlich ist es gut für die Klimabilanz der Nation, wenn die mit der Kraftstoffproduktion verbundenen Treibhausgasemissionen nicht mehr darin vorkommen. Doch wird dadurch in Schottland nicht etwa weniger Benzin oder Diesel verbraucht. Die Kraftstoffe werden künftig eingeführt. Der Eigentümer Petroineos plant den Bau eines Importterminals. Die bei der Herstellung erwirtschaftete Marge wird dann anderswo verdient. Die damit verbundenen 400 schottischen Jobs fallen weg. Die Raffinerie in Grangemouth ging im Jahr 1924 in Betrieb, unter anderem um schottisches Schieferöl weiterzuverarbeiten. Eine logische Entscheidung, denn im Raffineriegeschäft findet die Wertschöpfung statt. Zudem ist es gut für die Umweltbilanz, wenn das Öl dort raffiniert wird, wo es herkommt. Trotzdem unternimmt keine große Partei Anstrengungen, das Stück Industriegeschichte am Laufen zu halten. Schließlich will man nicht an der Seite der Ölindustrie gesehen werden.

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