Aktienkäufe

Kirsten stockt seinen Bestand an Adler-Aktien auf

Adler-Verwaltungsratschef Stefan Kirsten hat weitere Aktien des angeschlagenen Wohnimmobilienkonzerns gekauft. Der Aktienkurs reagiert.

Kirsten stockt seinen Bestand an Adler-Aktien auf

Verwaltungsratschef Kirsten stockt
seinen Bestand an Adler-Aktien auf

hek Frankfurt

Dass Vorstände und Aufsichtsräte Aktien der von ihnen geführten Unternehmen kaufen, ist ein ziemlich gewöhnlicher Vorgang. Sie wollen damit externen Investoren ihre Zuversicht in eine gedeihliche Geschäftsentwicklung demonstrieren. Wenn aber die Führungskraft eines ziemlich angeschlagenen Unternehmens investiert, ist das keinesfalls alltäglich. Beim Wohnungskonzern Adler Group hat sich Stefan Kirsten vorgewagt. Der Verwaltungsratschef hat die stattliche Zahl von 250.000 Aktien erworben. Allzu viel bezahlen muss der frühere CFO von Metro, Thyssenkrupp und dem Vonovia-Vorläufer Deutsche Annington dafür allerdings nicht. Das Investment summiert sich auf 83.817,25 Euro.

Sehr hoch verschuldet

Adler steuerte zuletzt in stabileres Fahrwasser, aber die langfristige Zukunft ist alles andere als gesichert. Doch Kirsten ficht das nicht an. Es ist nicht das erste Mal, dass er kauft. Bereits im Juni 2023 und Anfang Juli 2022 stockte der 62-Jährige seinen Bestand um jeweils 200.000 Stück auf. Damit hält Kirsten jetzt knapp 0,5% des Grundkapitals.

Käufe zeigen Wirkung

Schon vor seinem Antritt als Verwaltungsrat Mitte Februar 2022 war Kirsten Adler-Aktionär. Nach eigenem Bekunden erwarb er nach Veröffentlichung des Viceroy-Reports im Oktober 2021, der schwere Anschuldigungen gegen Adler enthält, 50.000 Aktien. Die Marktreaktion, also der Absturz der Aktie, sei übertrieben, sagte er damals. Das war eine – für Kirsten ziemlich teure – Fehleinschätzung. In den ersten Wochen ging es zwar tatsächlich bergauf, doch bald setzte ein rapider Kursverfall ein, vor allem weil der Wirtschaftsprüfer KPMG kein Testat erteilte. Zuletzt war die Aktie weniger als 30 Cent wert. Gemessen am Kursniveau von grob 11 Euro vor zwei Jahren summieren sich die Verluste auf mehr als 90%. Immerhin setzte nach Bekanntgabe der jüngsten Insiderkäufe eine klare Erholung auf gut 0,40 Euro ein. Kirstens Käufe haben den Markt also durchaus beeindruckt.

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