Asset Manager Altira geht an die Börse
ssc Frankfurt – Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Altira, zu der unter anderem die Frankfurter Fondsboutique VCH Investment Group gehört, plant den Börsengang im Entry Standard. Die Erstnotiz soll am 7. Februar stattfinden. Über eine Kapitalerhöhung will das Unternehmen zuvor knapp 11 Mill. Euro einwerben. Die 380 000 neuen Aktien würden während der Zeichnungsfrist vom 29. Januar bis zum 2. Februar zum Festpreis von 28,50 Euro angeboten, teilte Altira mit. Die Gesamtzahl der Aktien nach der Transaktion wird mit 3,9 Millionen angegeben, woraus sich – gemessen am Festpreis der Platzierung – eine Bewertung von rund 110 Mill. Euro ergibt. Die ausgegebenen Aktien stammten vollständig aus der Kapitalerhöhung, heißt es weiter. Die Altaktionäre hätten sich zu Haltefristen zwischen zwei und fünf Jahren verpflichtet. Größte Aktionärin ist mit 78,41 % die Unternehmensgruppe Angermayer, Brumm & Lange, die auch an der seit Herbst 2005 börsennotierten Finanzvertriebsholding Aragon beteiligt ist. Weitere Eigentümer von Altira sind die zur Quandt-Unternehmerdynastie zählende Familie Silvia Quandt (9,63 %) sowie Führungskräfte, Mitarbeiter und Geschäftspartner (11,96 %).Insgesamt beziffert Altira ihr verwaltetes Investmentvolumen zum Jahresende 2006 auf gut 800 Mill. Euro. Davon entfallen 280 Mill. Euro auf die Fondsboutique VCH, 130 Mill. Euro auf den Private-Equity-Vermögensverwalter Sigma und 100 Mill. Euro auf den Dachfondsspezialisten Patriarch. Darüber hinaus ist Altira mit 6,55 % an dem in Deutschland börsennotierten österreichischen Dachfondsmanager C-Quadrat sowie einigen weiteren Gesellschaften beteiligt. “Weitere strategische Beteiligungen an etablierten Asset Managern ebenso wie jungen Boutiquen” sowie die internationale Expansion seien geplant, heißt es in der Pressemitteilung. Vermögen soll stark wachsenBis Ende 2007 sollten die Assets under Management von Altira auf 1,5 Mrd. Euro (+ 85 %) gesteigert werden, heißt es in einer Präsentation des Unternehmens. Für 2006 werde Analysten zufolge ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 6 Mill. Euro und ein Nettogewinn von 5,2 Mill. Euro erwartet. 2007 sollen das Ebit auf 9,4 Mill. Euro (+ 56 %) und der Nettogewinn auf 7,5 Mill. Euro (+ 44 %) wachsen.