Fluggesellschaft

Alitalia-Beschäftigte erhalten großzügige Hilfe aus Rom

Nach heftigen Protesten der Angestellten ist die Regierung in Rom bereit zu  Kurzarbeitsregelungen für ehemalige Beschäftigte der Alitalia. Viele Angestellte waren nicht in die Nachfolgegesellschaft übernommen worden.

Alitalia-Beschäftigte erhalten großzügige Hilfe aus Rom

bl Mailand

Die Alitalia-Nachfolgegesellschaft Ita will am 15. Oktober mit zunächst 2800 Mitarbeitern starten, die meisten davon sind bisherige Alitalia-Beschäftigte. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis 2025 auf 5750 steigen. Angesichts heftiger Protestaktionen der mehr als 7400 Beschäftigten von Alitalia, die zunächst außen vor bleiben, ist die Regierung in Rom bereit, mit den Gewerkschaften großzügige Kurzarbeitsregeln zu treffen, die womöglich bis 2025 gelten. Damit kommen auf die Steuerzahler, die Alitalia in den letzten 40 Jahren mit rund 13 Mrd. Euro unterstützt haben, weitere Kosten zu. Die EU hatte die Neugründung einer Nachfolgegesellschaft genehmigt, die angeblich in keiner Verbindung zur früheren Alitalia steht. Dass die EU gleichzeitig die Unzulässigkeit von Staatshilfen von 1,3 Mrd. Euro an Alitalia festgestellt hat, Rom dieses Geld aber nicht eintreiben kann, weil Alitalia zum 15. Oktober ihren Betrieb einstellt, macht deutlich, dass die EU den Konflikt mit Italien scheut. Italiens Regierung darf Ita also weiter unterstützen. 1,5 Mrd. Euro sollen möglichst schnell fließen. Ita hat gerade ein Abkommen mit Airbus über den Erwerb von 28 neuen Flugzeugen unterzeichnet und will weitere 31 Flugzeuge von der Air Lease Corp. übernehmen.

Alitalia-Chef Alfredo Altavilla spekuliert darauf, die Namensrechte der alten Alitalia aufkaufen zu können, hofft aber auf einen niedrigeren Preis als die derzeit verlangten 290 Mill. Euro. Da Ita allein nicht überlebensfähig ist, wird ein Partner gesucht.