Jahresprognosen

Autoindustrie produziert weniger

Die Autoindustrie in Deutschland schraubt wegen des Kriegs in der Ukraine ihre Prognose nach unten. Der Branchenverband VDA rechnet für 2022 nur noch mit einem Produktionsplus von 7 % auf 3,3 Millionen Autos; bislang hatte er 13 % Zuwachs vorausgesagt.

Autoindustrie produziert weniger

Reuters Berlin

Die Autoindustrie in Deutschland schraubt wegen des Kriegs in der Ukraine ihre Prognose nach unten. Der Branchenverband VDA rechnet für 2022 nur noch mit einem Produktionsplus von 7% auf 3,3 Millionen Autos; bislang hatte er 13% Zuwachs vorausgesagt. Auch die Auslandsproduktion werde mit 2% auf 9,6 Millionen Fahrzeuge nur noch halb so stark steigen wie zuletzt angenommen. Die Anpassungen seien eine erste Reaktion auf den Krieg in der Ukraine und seine Folgen für die Lieferketten und die Weltkonjunktur, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Die äußerst dynamischen Umstände, insbesondere die mögliche Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland und zusätzliche Unsicherheitsfaktoren, wie mögliche Produktionsausfälle in China infolge der Null-Covid-Strategie, könnten weitere Anpassungen der Prognosen in den kommenden Monaten erforderlich machen.“

Im März brach die Produktion in Deutschland nach Angaben des VDA um 29% auf 267600 Fahrzeuge ein. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei 12% auf 829100 Autos. Auch die Neuzulassungen gingen zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt meldete für März ein Minus von 17,5% auf 241330 Fahrzeuge. Besonders stark abwärts ging es bei den gewerblichen Neuzulassungen (−20%).

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