Boeing einigt sich mit US-Justiz

Börsen-Zeitung, 9.1.2021 wü Paris - Der Flugzeugbauer Boeing hat mit der US-Justiz eine Einigung im Zusammenhang mit den Abstürzen von zwei 737-Max-Flugzeugen erzielt, bei denen 346 Menschen ums Leben kamen. Der Konzern zahlt 2,5 Mrd. Dollar, dafür...

Boeing einigt sich mit US-Justiz

wü Paris – Der Flugzeugbauer Boeing hat mit der US-Justiz eine Einigung im Zusammenhang mit den Abstürzen von zwei 737-Max-Flugzeugen erzielt, bei denen 346 Menschen ums Leben kamen. Der Konzern zahlt 2,5 Mrd. Dollar, dafür verzichtet die Justiz auf ein strafrechtliches Verfahren. Boeing wird beschuldigt, die Regierung mit irreführenden Angaben dabei behindert zu haben, die Sicherheit im öffentlichen Flugverkehr zu gewährleisten. Das Unternehmen habe Aufsichtsbehörden Informationen über das Stabilisierungssystem MCAS vorenthalten, das bestimmte Manöver auslösen kann und damit zu den Abstürzen beigetragen habe. Boeing muss nun eine Geldbuße von 243,6 Mill. Dollar sowie 500 Mill. an einen Fonds für die Hinterbliebenen und eine Entschädigung von 1,77 Mrd. Dollar an Kunden zahlen, denen durch das 21 Monate dauernde Flugverbot Einnahmen entgangen sind.