Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen für Hybride

48-Volt-Systeme als künftiger Mindeststandard

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen für Hybride

igo Stuttgart – Der Zulieferkonzern Bosch und der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) wollen gemeinsam Batteriezellen für 48-Volt-Systeme entwickeln. Diese kleinen Elektromotoren werden als sogenannte milde Hybride gemeinsam mit einem Verbrennungsmotor in Autos verbaut, um beispielsweise das Bordnetz mit Strom zu versorgen. Damit wird das Fahrzeug Bosch zufolge um bis zu 15 % energieeffizienter.CATL beliefert nahezu jeden Autohersteller weltweit mit Zellen für reine Elektroautos oder Hybride. Nach einem Großauftrag von BMW kündigte der Konzern den Bau einer europäischen Zellfertigung in Erfurt an (vgl. BZ vom 10.7.2018). CATL werde die Zellen nach Bosch-Anforderungen konzipieren, entwickeln und produzieren. Zum Volumen der Kooperation machten die Konzerne dabei keine Angaben.Bosch hatte sich Anfang 2018 gegen eine eigene Zellfertigung entschieden. Eine zur Erreichung von 20 % Marktanteil erforderliche Produktionskapazität von 200 Gigawattstunden hätte Investitionen von 20 Mrd. Euro erfordert sowie Betriebskosten in gleicher Höhe, rechnete Bosch damals vor. Dieses Risiko sei im Gesamtinteresse des Konzerns nicht vertretbar.Bosch müsse “Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen”, wiederholte Bosch-Geschäftsführer Stefan Hartung nun. “Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Zellspezialisten für Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Partner gewonnen”, so Hartung. Bosch gehe davon aus, dass die 48-Volt-Hybridisierung künftig zum “Mindeststandard im Fahrzeugmarkt” werde. 2025 werden nach Einschätzung des Konzerns weltweit fast 20 % der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System an Bord haben.