Encavis wappnet sich für strategisches Wachstum
ste Hamburg – Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Encavis sieht sich nach einer Aufstockung seiner 2017 begebenen Hybrid-Wandelschuldverschreibung um nominal 53 Mill. auf insgesamt 150,3 Mill. Euro für strategisches Wachstum im Markt der langfristigen privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträge (PPA) bestens gerüstet. Das SDax-Unternehmen teilte mit, einschließlich eines Agios von 7,55 Mill. Euro rund 60 Mill. Euro an freier Liquidität erlöst zu haben. Die finanzielle Feuerkraft des Konzerns erhöhe sich auf rund 170 Mill. Euro, die Eigenkapitalquote auf knapp 26 % nach 24,7 % am 30. Juni.Als Emittentin der neuen Schuldverschreibungen trat die in den Niederlanden ansässige Tochtergesellschaft Encavis Finance auf. Die Papiere wurden bei institutionellen Anlegern in einigen europäischen Ländern zu 114,25 % ihres Nennwerts begeben. Unter der Annahme einer Wandlung zum Ende der Laufzeit im Jahr 2023 betrage die Verzinsung des neu eingeworbenen Eigenkapitals rund 3,5 % nach Steuern und entspreche dem Niveau der durchschnittlichen Dividendenrendite, so Encavis. Die im bisherigen Jahresverlauf um gut 50 % gestiegene Encavis-Aktie gab gestern um 6,4 % auf 7,76 Euro nach.Der Konzern betreibt Solar- und Onshore-Windparks in zehn europäischen Ländern. Die Anlagen zur Energieerzeugung erwirtschaften stabile Rückflüsse durch garantierte Einspeisevergütungen oder langfristige Abnahmeverträge. PPAs sind Verträge, die den langfristigen Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien zu einem fest vereinbarten Preis zwischen Encavis und dem privatwirtschaftlichen Abnehmer regeln. Sie lösen zunehmend die bislang üblichen staatlich garantierten Einspeisevergütungen ab.