Fielmann steht zur "Vision 2025"
ste Hamburg – Die Optikerkette Fielmann hat mit der Vorlage ihrer Quartalsmitteilung zum 30. September ihre Ende September angehobenen Jahresziele bekräftigt, weist aber auf eine zwischenzeitlich im Zuge der zweiten Coronawelle erhöhte Unsicherheit der Prognose hin. “Durch die inzwischen beschlossenen, umgesetzten und möglicherweise noch zu erwartenden Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie kann es zu einer Neueinschätzung für das Gesamtjahr kommen”, erklärte das familiendominierte SDax-Unternehmen aus Hamburg.Zugleich bezeichnete Fielmann die Geschäftsentwicklung trotz der Coronakrise als “vergleichsweise erfreulich”. Dies bestärke darin, die 2019 vorgestellten Pläne der “Vision 2025” umzusetzen und die Digitalisierung sowie Internationalisierung voranzutreiben. Fielmann bekräftigte die frühere Ankündigung, bis etwa Mitte 2021 weiter im Ausland zu expandieren. Nun zeigte sich der Konzern sogar zuversichtlich, innerhalb der kommenden neun Monate in “mindestens” einen neuen Markt zu gehen. Seit der Übernahme eines 70-Prozent-Anteils an der slowenischen Optikerkette Optika Clarus im vorigen Jahr ist Fielmann in 14 europäischen Märkten aktiv. Zum 30. September erhöhte sich die Zahl der Niederlassungen auf 783 (i.V. 770), vier mehr als Ende Juni.Für das Gesamtjahr 2020 stellt der Konzern seit Ende September einen Umsatz von mehr als 1,4 (1,52) Mrd. Euro und ein Vorsteuerergebnis von mehr als 140 (253,8) Mill. Euro in Aussicht. Die Prognose basiert auf einer beschleunigten Erholung im dritten Quartal, in dem mit 1,98 Millionen noch knapp 4 % weniger Brillen verkauft wurden als vor Jahresfrist. Im zweiten Quartal war der Absatz um ein Drittel auf 1,4 Millionen abgesackt. Der Umsatz, im Frühjahrsquartal um 33 % auf 256 Mill. Euro gesunken, legte von Juli bis September um 5,2 % auf 421 Mill. Euro zu. Der Vorsteuergewinn, der im zweiten Quartal um über zwei Drittel auf 20 Mill. Euro zurückgegangen war, legte im Berichtszeitraum auf 81,4 (78,5) Mill. Euro zu.In den ersten neun Monaten verbuchte Fielmann mit 1,03 Mrd. Euro einen um 10,9 % geringeren Umsatz als im Vorjahr, der Vorsteuergewinn landete bei knapp 119 (206) Mill. Euro. In den Ausbau des Geschäfts investierte die Optikerkette bis Ende September mit 55 Mill. Euro rund 20 Mill. Euro weniger als 2019.