Geduldsprobe für Metro-Aktionäre
Mit der Aufspaltung der Metro Group in einen Händler für Unterhaltungselektronik (Ceconomy) und einen Lebensmittelhändler sollte der große Umbau des Handelskonzerns eigentlich abgeschlossen sein. Davon jedoch kann keine Rede sein, zeichnet sich beim Lebensmittelhändler Metro im Zusammenhang mit dem Verkauf der SB-Warenhauskette Real doch ein weiteres Sparprogramm ab. Sowohl in der Hauptverwaltung als auch in den Querschnittsfunktionen gelte es, die Aufstellung an die schrumpfende Unternehmensgröße anzupassen. Das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich. Überraschend ist allerdings, dass man bei Metro erst kürzlich auf diesen Trichter gekommen sein will, obwohl der Verkauf von Real – hier hat sich der Vorstand nicht nur in zeitlicher, sondern auch in ökonomischer Hinsicht völlig vergaloppiert – schon vor über einem Jahr angeleiert wurde. Noch ist nichts entschieden, sodass bilanziell noch nicht vorgesorgt werden muss. Die Frage ist, wie lange die Stammaktionäre, die erst kürzlich halfen, die feindliche Übernahme abzuwehren, dem Treiben noch tatenlos zuschauen. ab