Gerry-Weber-Gläubigern winkt hohe Quote
ab Düsseldorf – Mit einem maßgeschneiderten Konzept für verschiedene Gläubigergruppen versprechen die neuen Investoren von Gerry Weber den Gläubigern des insolventen Modekonzerns überdurchschnittliche Befriedigungsquoten. Die Bandbreite reicht von 12 % zuzüglich Mitteln aus dem Verkauf des Logistikzentrums und der Restbeteiligung an Hallhuber bis hin zu mehr als 50 %, für Gläubiger, die sich für die cashferne Option, die Befriedigung mit Wandelanleihen, entscheiden, wie mitgeteilt wird. Die Insolvenzforderungen belaufen sich auf 261 Mill. Euro. Bevor die Rekapitalisierung der Gesellschaft stattfindet, muss die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan am 18. September noch zustimmen. Die Investoren Robus Capital und Whitebox Advisors haben sich verpflichtet 49,2 Mill. Euro einzuschießen. Neben der Befriedigung der Insolvenzgläubiger dient dieses Kapital auch zur Betriebsmittelfinanzierung.Die neuen Aktien aus der an den Kapitalschnitt anschließende Kapitalerhöhung gehen vollständig an die neuen Investoren. Auf Basis einer bedingten Kapitalerhöhung sollen jene Gläubiger, die sich für Wandelanleihen entscheiden, bis zu 70 % am Kapital erhalten. Mit weiteren bis zu 10 % des Aktienkapitals kann sich das Management beteiligen. Bis zum Ende des Jahres soll das Insolvenzverfahren beendet sein.