Hyundai zeigt operativen Verlust

Börsen-Zeitung, 27.10.2020 dpa-afx Seoul - Der südkoreanische Autohersteller Hyundai ist wegen Kosten für die Beilegung einer Sammelklage im Zusammenhang mit Motorproblemen im dritten Quartal auch operativ in die roten Zahlen gerutscht. Der...

Hyundai zeigt operativen Verlust

dpa-afx Seoul – Der südkoreanische Autohersteller Hyundai ist wegen Kosten für die Beilegung einer Sammelklage im Zusammenhang mit Motorproblemen im dritten Quartal auch operativ in die roten Zahlen gerutscht. Der Betriebsverlust habe in den drei Monaten 313,8 Mrd. Won (234 Mill. Euro) betragen, teilt Hyundai mit. Es war der erste operative Quartalsverlust seit mindestens einer Dekade. In der Vorjahreszeit hatte das Unternehmen noch einen Betriebsgewinn von 378,5 Mrd. Won ausgewiesen. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 188,8 Mrd. Won nach einem Gewinn von 460,5 Mrd. im Vorjahr. Der Umsatz stieg im dritten Quartal dank einer besser laufenden Binnennachfrage, so Hyundai, um 2,3 % auf 27,6 Bill. Won. Der VW-Rivale versucht, mit neuen Modellen wie dem SUV Genesis GV80 auch die Nachfrage in Europa und den USA wieder anzukurbeln, die besonders unter der Corona-Pandemie gelitten hat. Zusammen mit dem kleineren Schwesterunternehmen Kia Motors ist Hyundai weltweit der fünftgrößte Autohersteller.Unternehmenschef Euisun Chung, der erst vor kurzem die Konzernleitung von seinem Vater Chung Mong-koo übernommen hatte, will sich künftig u. a. auf autonomes Fahren, Robotik sowie Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb konzentrieren. Hyundai Motor hat sich im Juli zum Ziel gesetzt, bis 2025 einen Weltmarktanteil von 10 % bei batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen zu erreichen.