Interesse an Bauchemie flaut ab
Bloomberg London – LafargeHolcim hat sich unterrichteten Kreisen zufolge gegen ein Gebot für das Bauchemie-Geschäft der BASF SE entschieden. Damit verabschiedet sich der Schweizer Zementhersteller von Plänen, weiter in die Herstellung von Spezialprodukten zu expandieren.LafargeHolcim war angesichts der von BASF angestrebten Bewertung der letzte verbliebene strategische Interessent, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. LafargeHolcim galt als natürlicher Käufer für das Geschäft. BASF hofft, mit einem Verkauf mehr als 3 Mrd. Euro einzuspielen.LafargeHolcim konkurrierte gegen die Private-Equity-Gesellschaft Cinven und gegen Standard Industries, die im vergangenen Monat abgesprungen war. Die Entscheidung der Schweizer Gesellschaft wird den Fokus des Verkaufs nun auf potenzielle Käufer aus dem Private-Equity-Sektor verlagern und dürfte eine Enttäuschung für BASF sein, die Transaktionen mit Industrieunternehmen bevorzugte.Auch mehrere Private-Equity-Bewerber für das BASF-Geschäft haben sich bereits aus dem Bieterverfahren zurückgezogen. Cinven besitzt das Bauchemie-Unternehmen Chryso, was der Gesellschaft helfen könnte, Synergien zu realisieren, aber auch kartellrechtliche Probleme aufwerfen kann.