Kingfisher greift in Frankreich durch

Véronique Laury übergibt an Thierry Garnier

Kingfisher greift in Frankreich durch

hip London – Der britische Baumarktkettenbetreiber Kingfisher wird in Frankreich durchgreifen, nachdem rückläufige Umsätze dort seit Jahren den Gewinn belasten. Wie die FTSE-100-Gesellschaft bei Veröffentlichung ihrer Halbjahreszahlen mitteilte, werden in den kommenden 18 Monaten 15 Märkte geschlossen. Elf davon befinden sich in Frankreich, wo der Umsatz in den sechs Monaten per Ende Juli auf vergleichbarer Basis um 4,4 % schrumpfte. Der französische Markt für Heimwerkerbedarf wuchs den Daten der Banque de France zufolge dagegen in diesem Zeitraum um 1,9 %. Kingfisher ist dort mit den Marken Castorama, Brico Dépôt und Mr. Bricolage vertreten. Zugpferd war erneut die britische Marke Screwfix. Analysten strichen heraus, dass die Bruttomarge der Gruppe um 60 Basispunkte auf 37,0 % gestiegen ist. Das bereinigte Vorsteuerergebnis übertraf trotz des Rückgangs auf 353 (377) Mill. Pfund die Markterwartungen, die bei 342 Mill. Pfund gelegen hatten.”Es war ein großes Privileg, Kingfisher in einer Zeit wesentlicher Veränderungen zu führen”, sagte die scheidende Chefin Véronique Laury. Als “Véro” vor fünf Jahren den Chefposten von Ian Cheshire übernahm, war die Entscheidung, voll auf Frankreich zu setzen, schon gefallen. Dass die Chefin von Castorama France zum CEO der Gruppe aufstieg, unterstrich die Bedeutung, die dem Geschäft in Frankreich beigemessen wurde, damals zusätzlich. Ihr Nachfolger Thierry Garnier, der zuvor Asienchef des französischen Einzelhändlers Carrefour war, wird das Amt am 25. September übernehmen. Chairman Andy Cosslett, der Laury noch einmal dankte, verspricht sich von ihm “einen frischen Blickwinkel auf die Gruppe”.