Pflanzenzüchtungsunternehmen

KWS Saat hebt Umsatzprognose an

KWS Saat hat nach einem kräftigen Wachstum des europäischen Getreidegeschäfts im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Erlösprognose für 2022/23 angehoben.

KWS Saat hebt Umsatzprognose an

ste Hamburg

KWS Saat hat nach einer Umsatzsteigerung in den ersten drei Monaten des Ende Juni ablaufenden Geschäftsjahres 2022/23 um knapp 21% auf 266 Mill. Euro die Prognose für die Erlösentwicklung im laufenden Turnus angehoben. Wie das Pflanzenzüchtungsunternehmen aus Einbeck am Montag mitteilte, wird nun mit einem um drei Prozentpunkte höheren Umsatzwachstum 10 bis 12% auf vergleichbarer Basis ohne Währungs- und Portfolioeffekte gerechnet. Der Konzern hatte bei der Vorlage der Jahresbilanz 2021/22 Ende September über eine im vergangenen Geschäftsjahr von Währungseffekten nur geringfügig beeinflussten Erlössteigerung um 17,5% auf 1,54 Mrd. Euro berichtet. Das Ziel, im laufenden Turnus eine Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen 10 und 11 (i.V. 10,1)% zu erreichen, gilt nach dem ersten Quartal unverändert.

Die im SDax gelistete KWS-Aktie, seit Ende des vergangenen Kalenderjahres um rund 15% gesunken, startete am Montag mit einem Plus von 1,4% in den Handel, gab den Gewinn im Tagesverlauf aber ab. Der an der Börse mit etwa 2 Mrd. Euro bewertete Konzern, dessen Kernmärkte sich auf der Nordhalbkugel befinden, auf der die Hauptumsatzträger Mais- und Zuckerrübensaatgut im Frühjahr zur Aussaat kommen, verbucht im ersten Quartal des Geschäftsjahres zwischen Juli und September üblicherweise etwa 15% des Jahresumsatzes.

Im Segment Getreide, das einen wesentlichen Teil des Jahresumsatzes im ersten Quartal generiert, erhöhten sich die Erlöse infolge eines deutlich ausgeweiteten Geschäfts in Europa um 28%, im Segment Mais um 15%. Die operativen Ergebniszahlen, im ersten Quartal turnusgemäß negativ, verbesserten sich. Der operative Verlust (Ebit) sank auf –33,1 (i.V. –42,1) Mill. Euro. Finanzchefin Eva Kienle erklärte, die Nachfrage nach landwirtschaftlichem Saatgut entwickle sich angesichts vorteilhafter Marktpreise für Agrarrohstoffe weiterhin sehr positiv. Es sei zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetze. Man sehe im aktuellen Inflationsumfeld zugleich „spürbare Kostensteigerungen, denen in Teilen höhere Verkaufspreise gegenüberstehen“.