Batteriespezialist

Northvolt wartet auf positive Nachricht aus Berlin für Batteriewerk in Heide

Vorbereitungen für die geplante Batteriefabrik von Northvolt in Heide laufen bereits. Noch aber fehlt die Förderzusage des Bundes. Das Karlsruher Haushaltsurteil sorgt auch in Schleswig-Holstein für Unsicherheit.

Northvolt wartet auf positive Nachricht aus Berlin für Batteriewerk in Heide

Northvolt wartet auf positiven Bescheid aus Berlin

Batteriespezialist zuversichtlich für Fabrikprojekt in Heide

ste Hamburg

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat sich nach dem "Autogipfel" im Bundeskanzleramt optimistisch gezeigt, dass der Bund das geplante Milliardenprojekt einer Batteriezellfabrik im schleswig-holsteinischen Heide auch nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts wie erwartet unterstützen wird. Die Botschaft aus Karlsruhe sei zu einem unglücklichen Zeitpunkt gekommen, sagte Northvolt-Deutschlandchef Christofer Haux am Montagabend in einem Gespräch mit Medienvertretern. Er verwies auf eingeleitete Vorbereitungen auf dem Grundstück, bei Fabrikdesign und Produktentwicklung sowie im Kundengeschäft, die bereits mit Investitionen von rund 100 Mill. Euro einhergegangen sein sollen. Es gebe aber "ein sehr gutes Commitment aus der Politik", hob Haux schnelle Reaktionen der schleswig-holsteinischen Landesregierung hervor. Er wisse auch, dass man in Berlin "sehr hart arbeitet, um schnell eine Lösung zu finden". Daher sei er, so Haux, trotz der Unsicherheit, die das Verfassungsgerichtsurteil verursacht habe, "zuversichtlich, dass wir in kurzer Zeit eine positive Nachricht bekommen".

Der Batteriespezialist, zu dessen größten Anteilseignern Volkswagen und Goldman Sachs gehören, will von 2026 an in Heide Batteriezellen für Elektrofahrzeuge produzieren. Die Investitionen in die Fabrik, mit der 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, werden mit rund 4,5 Mrd. Euro veranschlagt. Schleswig-Holstein hat Landeshilfen von 137 Mill. Euro bereits zugesagt, die Bundesregierung will das Projekt angeblich mit mehr als einer halben Mrd. Euro fördern. Hinzu kommen 600 Mill. Euro über eine Wandelanleihe der KfW, für die Bund und Land zu gleichen Teilen bürgen.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sagte in dem Gespräch, bei dem sehr weit vorangeschrittenen Projekt sei jetzt schnell ein klares Signal aus Berlin notwendig, da es nicht nur um Northvolt gehe, sondern auch darum, das Investorenvertrauen in den Standort Deutschland aufrechtzuerhalten. Ein Fallenlassen von Projekten wie dem von Northvolt kurz vor dem Ziel wäre "fatal".

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