Im DatenraumConsulting

Personalberater müssen umdenken

Das klassische Kerngeschäft der Personalberatungen in der Vermittlung von Führungskräften bröckelt. Bessere Wachstumschancen bieten Beratungs- und Coaching-Dienstleistungen. Ihr Anteil an den Gesamtumsätzen ist jedoch noch sehr gering.

Personalberater müssen umdenken

Kerngeschäft schrumpft

Personalberater müssen umdenken

sar Frankfurt

Die Lage für Personalberater bleibt angespannt. Nach Daten des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen war der Gesamtumsatz der Branche 2024 zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Der BDU beziffert diesen auf 2,82 Mrd. Euro, ein Rückgang von 3,8% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei mussten kleine Boutiquen mit bis zu 250.000 Euro Jahresumsatz die stärksten Rückgänge verkraften. Ihr Geschäft schrumpfte um 8,1%. Große Personalberatungen mit Umsätzen von 7,5 Mill. Euro und mehr konnten hingegen ein Umsatzplus von 1,7% verbuchen.

Laut BDU ist der deutsche Personalberatungsmarkt nach wie vor sehr kleinteilig. Demnach erzielten von den rund 2.175 im vergangenen Jahr tätigen Personalberatungen über 80% weniger als 2,5 Mill. Euro Jahresumsatz.

Wachstumsfeld Advisory

Das Kerngeschäft der Personalberater ist nach wie vor die Suche und Vermittlung von Fach- und Führungskräften (Executive & Specialist Search). Dieses stand im vergangenen Jahr für mehr als drei Viertel der Umsätze, war jedoch mit einem Minus von 4,9% deutlich rückläufig. Deutlich dynamischer entwickelten sich Dienstleistungen, die der BDU den „begleitenden“ Leistungsfeldern zurechnet: Am stärksten wuchsen die Bereiche Executive Coaching (+4,2%), Leadership Advisory (+3,7%) und die Suche nach Interim-Managern (+2,2%). Ihr gemeinsamer Marktanteil liegt jedoch erst bei 7,2%.

Beim Honorar dominiert bei den Personalberatungen weiterhin ein Retainer-Modell mit Zahlung der Raten nach Projektfortschritt. Um mehr Planungssicherheit für ihr Geschäft zu haben, arbeiteten laut BDU im vergangenen Jahr drei Viertel der hiesigen Personalberatungen mit Honoraruntergrenzen. Diese betrug im Durchschnitt 23.000 Euro.