Erdölkonzern

Repsol wettert gegen spanische Energiesteuer

Die in Spanien für zwei Jahre geltende Übergewinnsteuer kostet den Erdölkonzern in diesem Jahr fast eine halbe Milliarde Euro. Durch die hohen Energiepreise hat Repsol 2022 ein Rekordergebnis eingefahren.

Repsol wettert gegen spanische Energiesteuer

ths Madrid

Der spanische Erdölkonzern Repsol hat dank der drastisch gestiegenen Preise an den Rohstoffmärkten im letzten Jahr ein Rekordergebnis verbucht. Der Gewinn nach Steuern und das Betriebsergebnis stiegen gegenüber 2021 jeweils um 70 % auf 4,25 Mrd. Euro und 13,8 Mrd. Euro. Das war der höchste Gewinn seit 2010, als Sondereffekte die Bilanz aufgebessert hatten. Repsol unterstrich, dass die Gewinne der letzten beiden Jahre die Verluste durch hohe Abschreibungen auf die Aktiva der fossilen Produktion in den Vorjahren nicht ausgeglichen hätten. Der Umsatz wuchs um 51 % auf 78,7 Mrd. Euro.

Die von der spanischen Regierung auf zwei Jahre angelegte Sondersteuer auf Übergewinne der Energiekonzerne (1,2 % auf den Umsatz) kostet Repsol nach eigenen Angaben in diesem Jahr 450 Mill. Euro. CEO Josu Jon Imaz sagte, dass man die Abgabe gerichtlich anfechten werde, da diese „unvereinbar“ mit der Verfassung sei. „Wir tragen gerne mit unseren Steuern zur Gesellschaft bei, aber diese Abgabe ist diskriminierend und nimmt Anreize zu Investitionen ins Geschäft. Wir brauchen mehr Investitionen und mehr Produktion, um die Energiepreise niedrig zu halten“, sagte Imaz.

Repsol stockt seine Investitionen von knapp 4,2 Mrd. Euro im Jahr 2022 auf rund 5 Mrd. Euro in diesem Jahr auf, davon ein Drittel in erneuerbare Energien. Dank des robusten Cashflows wurden die Schulden um 61 % auf 2,26 Mrd. Euro gesenkt und die Dividende um 11 % erhöht.

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