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RWE stellt höhere Investitionen in Aussicht

Bei RWE läuft es derzeit rund. Nach einem starken Jahresauftakt stellt CFO Michael Müller in Aussicht, die Ausbauziele für Erneuerbare Energien bis 2030 zu übertreffen.

RWE stellt höhere Investitionen in Aussicht

RWE stellt höhere Investitionen und Ausbauziele in Aussicht

Update zu Erneuerbare-Kapazitäten gegen Ende des Jahres

ak Köln

Die Milliardeninvestitionen von RWE in erneuerbare Energien in dieser Dekade könnten höher ausfallen als bislang geplant. Auf die Frage, ob angesichts der hohen Schlagzahl in den zurückliegenden Quartalen die Ausbauziele übertroffen werden könnten, sagte Finanzvorstand Michael Müller in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen: „Wir sind da sehr positiv unterwegs.“ Ein Update zu den Plänen will RWE auf einem Kapitalmarkttag Ende dieses Jahres vorstellen, wie Müller ausführte.

Im November 2021 hatte der größte deutsche Stromerzeuger angekündigt, bis 2030 rund 50 Mrd. Euro brutto (30 Mrd. Euro Netto-Cash-Investments) in den Ausbau des Portfolios Erneuerbare Energien zu stecken. Perspektivisch könnte diese Zahl höher ausfallen, sagte Müller jetzt. „Wir waren zuletzt sehr erfolgreich bei Auktionen und der Entwicklung neuer Projekte.“ Die Netto-Cash-Investitionen seit 2021 betrugen nach Unternehmensangaben bereits rund 9 Mrd. Euro – ohne die Akquisition des US-Solarstromanbieters Con Edison Clean Energy Business für 6,3 Mrd. Euro, die RWE extra ansetzt. Allein im ersten Quartal dieses Jahres investierte RWE neben der Übernahme von Con Edison weitere 1,7 Mrd. Euro. Die Mittel flossen in den Kauf des britischen Solarentwicklers JBM Solar und des niederländischen Gaskraftwerks Magnum, das laut Müller bereits auf die Nutzung von Wasserstoff ausgelegt ist. In tatsächlich neue Kapazitäten investierte RWE 600 Mill. Euro, die für den Bau von Windkraft- und Solaranlagen ausgegeben wurden. Größtes Einzelprojekt ist der britische Offshore-Windpark Sofia, der mit einer Leistung von 1,4 Gigawatt 2026 in Betrieb gehen soll.

Über sehr starke Ergebniszuwächse im ersten Quartal hatte der Energiekonzern bereits vor zwei Wochen mit der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen berichtet. RWE hat fast die Hälfte des operativen Mindestgewinnziels für 2023 schon eingefahren, da das bereinigte Ebitda sich auf 2,8 Mrd. Euro mehr als vervierfachte. Mit einem bereinigten Nettoergebnis von 1,67 Mrd. Euro sind nach drei Monaten sogar drei Viertel des im Gesamtjahr avisierten Mindestziels bereits erreicht.

RWE
Konzernzahlen nach IFRS
1.Quartal1.Quartal
in Mill. Euro20232022
Stromerzeugung (GWh)37.19639.366
Umsatz9.4097.998
Bereinigtes Ebitda2.798613
>dav. Offshore Wind473420
>dav. Onshore Wind/Solar247318
>dav. Wasser/Biomasse/Gas1.177263
>dav. Energiehandel289-550
>dav. Kohle/Kernenergie496207
Nettoergebnis1.5982.166*
Bereinigtes Nettoergebnis1.6712
Free Cashflow-4.4682.134
Nettofinanzposition-5.7071.630**
*temporärer nicht operativer positiver Sondereffekt durch Marktbewertung von Derivaten 
**zum 31.12.2022
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