Energiewende

Salzgitter und Ørsted vereinbaren Partnerschaft

Der zweitgrößte deutsche Stahlkocher Salzgitter und der dänische Energiekonzern Ørsted haben eine Partnerschaft vereinbart, die die Nutzung von Offshore-Windstrom und kohlenstoffarmem Stahl vorsieht.

Salzgitter und Ørsted vereinbaren Partnerschaft

ste Hamburg

Gut eine Woche vor der Präsentation weiterer Schritte der Konzernentwicklung durch den seit Mitte 2021 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Gunnar Groebler hat das zweitgrößte deutsche Stahlunternehmen Salzgitter eine strategische Partnerschaft mit dem dänischen Energiekonzern Ørsted vereinbart. Wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten, sehen die in einem „Memorandum of Understanding“ geplanten Vorhaben vor, geschlossene Wertschöpfungsketten in den Geschäftsbeziehungen zu etablieren. Vorgesehen ist neben der Lieferung von Offshore-Windstrom und der Nutzung von nachhaltig produziertem Wasserstoff auch die Produktion von CO2-armem Stahl und dessen Einsatz in Komponenten für die Windparks auf See (Offshore) von Ørsted. Zudem soll Schrott aus ausgemusterten Windrädern in das Stahlproduktionsverfahren zurückgeführt werden.

„Der gesellschaftliche Wille zur Klimaneutralität ist unser Ansporn zur zügigen Weiterentwicklung des Konzerns mit dem Fokus auf Circularity, dem Prinzip der CO2-armen und ressourcenschonenden geschlossenen Wertschöpfungsketten“, sagte Salzgitter-Chef Groebler. „Dies werden wir fest in unseren Kooperationen verankern.“ Die Partnerschaft mit Ørsted sei ein wichtiges Element bei der Bildung des eigenen Partnernetzwerks. Sie zeige, dass „Circularity im industriellen Maßstab Wirklichkeit wird“.

Der stellvertretende Ørsted-Vorstandsvorsitzende Martin Neubert verwies auf das Ziel des Unternehmens, bis 2025 eigene Klimaneutralität zu realisieren und das erste große Energieunternehmen zu sein, das Netto-null-Emissionen erreicht. Bei den indirekten CO2-Emissionen wird dies bis 2040 angestrebt. „Als grüner Stromlieferant und gleichzeitig großer Stahlabnehmer sehen wir in der Partnerschaft mit der Salzgitter AG eine außergewöhnliche Chance, diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen“, so Neubert. „Eine Circularity-Partnerschaft, wie wir sie anstreben, wird richtungsweisend für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie sein.“ Und die Offshore-Windkraft werde einer der wichtigsten Hebel, um dies zu erreichen.