Pharmazulieferer

Sartorius zieht Anleger mit Prognose in den Bann

Der Biopharmazulieferer und Laborausrüster Sartorius hat Anleger mit einer Anhebung seiner Wachstums- und Ergebnispro­gnose für 2021 in den Bann gezogen.

Sartorius zieht Anleger mit Prognose in den Bann

ste Hamburg

Der Biopharmazulieferer und Laborausrüster Sartorius hat Anleger mit einer Anhebung seiner Wachstums- und Ergebnispro­gnose für 2021 in den Bann gezogen. Die Vorzugsaktie des Göttinger MDax-Unternehmens zog am Donnerstag in der Spitze um 12,5% an. Sartorius verwies in einer Mitteilung knapp einen Monat nach Vorlage der Jahresbilanz 2020 auf einen sehr starken Auftragseingang während der ersten zehn Wochen des Jahres sowie auf eine hohe Nachfrage, die auch im weiteren Jahresverlauf erwartet werde.

Der Konzern geht inzwischen für das Geschäftsjahr 2021 von einer Umsatzsteigerung auf Basis konstanter Wechselkurse von rund 35% aus – nach einem wechselkursbereinigten Anstieg um 30,2 (nominal: 27,8)% auf 2,34 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Ende Januar hatte Sartorius ein Erlöswachstum im Korridor zwischen 19 und 25% angekündigt. Beide Konzernsegmente sollen stärker zulegen: So wird für die größere Sparte Bioprocess Solutions (BPS) mit einem Wachstum um 40% anstatt 22 bis 28% gerechnet, für die Laborsparte um 20% anstatt 10 bis 16%.

Der Großteil des zusätzlich erwarteten Geschäfts steht den Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Produkte der BPS-Sparte etwa werden bei der Produktion von Impfstoffen eingesetzt, während bestimmte Produkte der Laborsparte für Tests auf das Coronavirus benötigt werden. Erst im Januar hatte Sartorius das bis 2025 angestrebte mittelfristige Umsatzziel um ein Viertel auf 5 Mrd. Euro angehoben.

Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet das Unternehmen aufgrund der in Aussicht stehenden höheren Umsätze sowie substanzieller Skaleneffekte nun auch mit einem noch höheren operativen Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda). So soll die um Sondereffekte bereinigte Ebitda-Marge 2021 im Konzern bei rund 32% anstatt bei 30,5% landen. Für das vergangene Jahr hatte Sartorius 29,6 (i.V. 27,1)% ausgewiesen und dabei auch von Skaleneffekten in der BPS-Sparte profitiert. Für die BPS-Sparte wird 2021 mittlerweile mit einer Ebitda-Marge von etwa 34 anstatt 33% gerechnet, für die Laborsparte mit rund 24 anstatt 23%.

Die Prognose für die Investitionsquote in diesem Jahr stufte Sartorius mit Verweis auf die höhere Umsatzbasis auf etwa 14 von 15 (2020: 10,3)% zurück. Der Verschuldungsgrad, Quotient aus Nettoverschuldung und bereinigtem Ebitda, wird nun zum Jahresende bei 2,0 anstatt bei etwas unter 2,5 (2,6)% erwartet.