Strabag schafft Sprung in die Gewinnzone

Börsen-Zeitung, 31.8.2019 cru Frankfurt - Dank des wachsenden Geschäfts in Deutschland will Strabag die Bauleistung im Jahr 2019 bei 16 Mrd. Euro mit einem leichten Minus von 2 % nahezu stabil halten. Das bestätigte der österreichische Baukonzern am...

Strabag schafft Sprung in die Gewinnzone

cru Frankfurt – Dank des wachsenden Geschäfts in Deutschland will Strabag die Bauleistung im Jahr 2019 bei 16 Mrd. Euro mit einem leichten Minus von 2 % nahezu stabil halten. Das bestätigte der österreichische Baukonzern am Freitag anlässlich der Halbjahresbilanz. Das Unternehmen erwartet weiterhin eine Marge vor Zinsen und Steuern von 3,3 % und für 2022 einen Anstieg auf 4 %.Im ersten Halbjahr stieg die Bauleistung bereits um 9 % auf 7,5 Mrd. Euro. “Stärker noch als die Leistung erhöhten sich die Ergebnisse, der Auftragsbestand (18,3 Mrd. Euro) blieb – einmal mehr dank zahlreicher Großaufträge – auf einem sehr hohen Niveau beinahe stabil”, fasst Vorstandschef Thomas Birtel die trotz der Auftragsrückgänge in Österreich solide Lage zusammen.Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen zudem den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Das Konzernergebnis belief sich auf 10,7 Mill. Euro nach einem Minus von 0,6 Mill. im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) kletterte um 47 % auf 295 Mill. Euro. In den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 % erhöhten Abschreibungen sei unter anderem der gegenläufige Effekt zum Ebitda durch die Erstanwendung der neuen Bilanzierungsregel IFRS 16 zu Leasing-Verträgen enthalten, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 61 Mill. Euro nach 20 Mill. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum lag.Der Kurs der Strabag-Aktie reagierte mit einem Plus von zeitweise 1,2 % auf 29,30 Euro. Damit hat sich der Börsenwert des Konzerns binnen fünf Jahren beinahe verdoppelt auf 3,2 Mrd. Euro. Haupteigentümer mit je einem Viertel der Anteile sind die österreichische Raiffeisen-Gruppe, Firmengründer Hans Peter Haselsteiner und die Holding Rasperia des Oligarchen Oleg Deripaska.