WERTBERICHTIGT

Teuerstes Start-up wird billiger

Börsen-Zeitung, 23.11.2017 Der Zeitpunkt, zu dem Uber ein massives Sicherheitsleck eingeräumt hat, das von Hackern für die Entwendung von Millionen Kundendaten verwendet wurde, ist kein Zufall. Ursächlich dürfte zwar auch sein, dass der seit August...

Teuerstes Start-up wird billiger

Der Zeitpunkt, zu dem Uber ein massives Sicherheitsleck eingeräumt hat, das von Hackern für die Entwendung von Millionen Kundendaten verwendet wurde, ist kein Zufall. Ursächlich dürfte zwar auch sein, dass der seit August amtierende CEO Dara Khosrowshahi erst unlängst davon erfahren hat. Die laufenden Gespräche mit der japanischen Softbank, die einen prozentual zweistelligen Anteil für 10 Mrd. Dollar erwerben will, sind indes entscheidender. Wie hoch der Anteil ausfallen wird, hängt nur am Preis, und der dürfte durch die jüngsten Erkenntnisse noch einmal gedrückt worden sein – auch weil wegen der absichtlichen Vertuschung schon wieder Aufsichtsbehörden Witterung aufgenommen haben. Hätte Uber den Vorfall erst nach der Softbank-Vereinbarung öffentlich gemacht, hätte es empfindliche Strafen gesetzt. Obwohl Uber zur Jahresmitte noch 6,6 Mrd. Dollar in der Kasse hatte, muss das nicht weit reichen. Aktuell verbrennt der Konzern satte 2 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln jährlich. Eine Niederlage im Rechtsstreit mit Google, und die eben noch volle Portokasse wäre womöglich plötzlich leer.scd