Autoindustrie

VW-Chef signalisiert Zuversicht

„Wir haben das Schlimmste hinter uns“, sagte Diess mit Blick auf den Produktionsstau infolge der Chipkrise in der Autoindustrie bei einer konzerninternen Veranstaltung.

VW-Chef signalisiert Zuversicht

ste Hamburg

Während im Aufsichtsrat von Volkswagen an einer Entscheidung über die Zukunft von Herbert Diess als Vorstandsvorsitzendem gearbeitet wird, sendet der Konzernchef Signale der Zuversicht. „Wir haben das Schlimmste hinter uns“, sagte Diess mit Blick auf den Produktionsstau infolge der Chipkrise in der Autoindustrie bei einer konzerninternen Veranstaltung in der vergangenen Woche, aus der Zitate am Dienstag bekannt wurden.

„Wir sehen leichte Steigerungen des Produktionsvolumens, auch die Aussichten für nächstes Jahr werden etwas besser.“ Mit Blick auf die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember, in der die mittelfristigen Investitionen des Konzerns abgestimmt werden, sagte Diess, bei der Vorbereitung sei man „sehr, sehr gut vorangekommen“. Für den Standort Hannover, an dem der Elektro-Bulli ID.Buzz und künftig auch das über dem Audi A8 angesiedelte Premiumprojekt Artemis produziert werden, habe man mit dem Betriebsrat ein Paket ausgehandelt, das den Standort deutlich wettbewerbsfähiger machen werde.

„Gute Fortschritte“ sieht Diess auch bei einem zentralen Streitpunkt mit der Arbeitnehmervertretung: dem Bau eines E-Autos auf Basis der aktuellen MEB-Elektroplattform im gegenwärtig schwach ausgelasteten Stammwerk Wolfsburg bereits vor dem für 2026 angestrebten Start des Projekts Trinity, mit dem die Marke VW autonomes Fahren massentauglich machen will. „Es könnte durchaus sinnvoll sein, dieses Modell zu produzieren“, so der Konzernchef den vom Unternehmen verbreiteten Zitaten zufolge. Eine solche Lösung würde es ermöglichen, die elektrischen Kapazitäten zu erhöhen, um mehr E-Autos auf Basis der aktuellen Elektroplattform zu bauen.

Auch mit Blick auf erwartete Fortschritte bei der Software-Einheit Cariad sowie beim Elektrofahrzeuggeschäft in China äußerte sich Diess zuversichtlich. Derweil setzte der Kurs der Volkswagen-Vorzugsaktie am Dienstag seinen Abwärtstrend fort und rutschte erstmals seit Anfang Februar zeitweise unter die Marke von 160 Euro.